Ein Blutfahrer, eine entführte Mutter und 250 Blutkonserven als Lösegeld: Mit „Auf Harz und Nieren“ startet Roland Lange eine neue Krimireihe, die schwarzhumorige Spannung mit dem Leben in einem fiktiven Harzdorf verbindet. Am 16. September um 18 Uhr präsentiert der Autor das Buch zum Auftakt des Mordsharz-Festivals in der Remise in Wernigerode.
Im Mittelpunkt steht Freddie Töpperwien. Er lebt mit seiner Mutter im beschaulichen Bollenstedt am Harz und arbeitet als Blutfahrer. Als Kurier transportiert er Blutproben von Arztpraxen zu Laboren. Sein Alltag ändert sich schlagartig, als seine Mutter entführt wird und die Kidnapper 250 Blutkonserven als Lösegeld verlangen.
Neben der Krimihandlung spielen die Bewohner von Bollenstedt eine zentrale Rolle. Dazu gehört auch Møpsen, der Hund von Freddies Mutter, dessen morgendliches Bellen eine Kettenreaktion im Dorf auslöst. So wird Metal-Herbie geweckt, der anschließend mit lauter Musik für zusätzliche Unruhe sorgt.
Schwarzhumoriger Regionalkrimi
Lange beschreibt „Auf Harz und Nieren“ als humorvollen Regionalkrimi, ergänzt um schräge und schwarzhumorige Elemente. Inspiration für die Dorfbewohner fand er in seinen eigenen Erfahrungen mit dem Leben auf dem Land. Einen konkreten Ort als Vorbild für Bollenstedt gebe es allerdings nicht.
Vielmehr stehe der fiktive Ort stellvertretend für Dörfer rund um den Harz und darüber hinaus. Lange greift Typen und Geschichten auf, denen er im Laufe der Jahre begegnet ist oder von denen er gehört hat, und verarbeitet sie literarisch in überzeichneter Form.
Ein Begriff liefert die Idee
Den entscheidenden Anstoß für den neuen Krimi gab ein Gespräch mit einer Bekannten aus einer Arztpraxis. Sie erwähnte den Begriff Blutfahrer und erklärte Lange, dass damit Kurierfahrer gemeint sind, die Blutproben zu Laboren transportieren. Der ungewöhnliche Begriff brachte den Autor auf die Idee für seine neue Geschichte.
„Auf Harz und Nieren“ ist zugleich als Auftakt einer Reihe geplant. Weitere Krimis aus Bollenstedt sollen folgen. Ob Freddie Töpperwien dauerhaft die zentrale Figur und der Ich-Erzähler bleibt, soll auch davon abhängen, wie die Figur bei der Leserschaft ankommt.
Bei der Darstellung von Verbrechen setzt Lange nach eigenen Angaben weniger auf detaillierte Gewaltszenen als auf die Geschichte und ihren Humor. Morde, Leichen und Todesursachen stellt er lieber knapp dar, anstatt sie ausführlich auszuschmücken.
Premiere beim Mordsharz-Festival
Die Premiere von „Auf Harz und Nieren“ bildet zugleich den Auftakt des diesjährigen Mordsharz-Festivals. Roland Lange stellt seinen neuen Krimi am 16. September um 18 Uhr in der Remise in Wernigerode vor.





























