Die Stadt Herzberg am Harz prüft, wie Teile der historischen Altstadt künftig klimafreundlich und wirtschaftlich mit Wärme versorgt werden können. Eine Vorstudie soll klären, ob sich dafür ein Wärmenetz technisch und finanziell umsetzen lässt.
Grundlage sind die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung. Demnach ist es in weiten Teilen der Altstadt nur eingeschränkt möglich, jedes Gebäude mit einer eigenen klimafreundlichen Heizungsanlage auszustatten. Gründe sind die dichte Bebauung, zahlreiche denkmalgeschützte Häuser und fehlende Flächen für Anlagen wie Wärmepumpen.
Als mögliche Wärmequelle gilt die industrielle Abwärme der nahe gelegenen Papierfabrik. Durch die geringe Entfernung zur Altstadt könnte sie über ein Leitungsnetz für die Wärmeversorgung genutzt werden.
Die Vorstudie untersucht den Wärmebedarf der Gebäude, das Interesse der Eigentümer an einem Anschluss und mögliche Leitungsverläufe. Mit der Ausarbeitung hat die Stadt das Planungs- und Ingenieurbüro AR Climate Positive beauftragt. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für die Entscheidung über weitere Schritte dienen.
Eigentümerbefragung beginnt im August
Ein zentraler Bestandteil der Untersuchung ist eine Befragung der Eigentümer im vorgesehenen Gebiet. Die Fragebögen sollen voraussichtlich bis Mitte August per Post verschickt werden. Eine Teilnahme ist auch online möglich.
Gefragt wird unter anderem nach bestehenden Heizungsanlagen, dem bisherigen Wärmeverbrauch, geplanten Sanierungen und dem grundsätzlichen Interesse an einem Wärmenetz. Nach Angaben der Stadt ist eine hohe Beteiligung notwendig, um den tatsächlichen Bedarf realistisch einzuschätzen und belastbare Ergebnisse zu erhalten.
Informationsveranstaltung im September
Im September plant die Stadt eine öffentliche Informationsveranstaltung. Dort sollen die Ziele der Vorstudie, der aktuelle Stand und die nächsten Projektschritte vorgestellt werden. Bürger können zudem Fragen zu dem Vorhaben stellen.
Die Vorstudie soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Anschließend will die Stadt gemeinsam mit den beteiligten Akteuren die Ergebnisse auswerten und über das weitere Vorgehen entscheiden.
Foto: Stadt Herzberg am Harz / AR Climate Positive
































