Das Kunsthaus Meyenburg in Nordhausen zeigt derzeit 125 Scherenschnitte und Papierschnitte aus vier Jahrhunderten und von zwei Kontinenten. Die Ausstellung macht deutlich, wie vielfältig die häufig unterschätzte Kunstform sein kann.
Im Mittelpunkt stehen 55 Arbeiten von Luise Neupert. Ein privater Leihgeber aus Dresden stellte die Werke für die Ausstellung zur Verfügung. Die 1926 in Chemnitz geborene und 2009 in Schmölln gestorbene Künstlerin widmete sich mehr als 50 Jahre lang dem Papierschnitt.
Von der Romantik bis zum Expressionismus
Neuperts frühe Arbeiten sind teilweise romantisch geprägt. Andere Werke greifen Elemente des Jugendstils oder des Expressionismus auf. Ihr Schaffen umfasst freie Darstellungen, Illustrationen zur Weltliteratur sowie Motive aus Märchen und Sagen.
Zu den gezeigten Arbeiten gehören Damenporträts und Darstellungen musizierender Frauen. Charakteristisch sind klar gesetzte Schwarz-Weiß-Flächen, feine Linien und eine dynamische Bildsprache.
Humorvolle und erotische Motive
Eine weitere Werkgruppe verbindet Scherenschnitte mit selbst verfassten Limericks. Die Motive reichen von humorvoll und skurril bis erotisch-frivol. Im Obergeschoss des Kunsthauses ist den erotischen Arbeiten ein eigener Raum gewidmet.
Nach Angaben des Museums stieß die Ausstellung bereits bei zahlreichen Gästen aus der Region und darüber hinaus auf positive Resonanz.
Die Ausstellung ist bis Sonntag, 30. August, im Kunsthaus Meyenburg zu sehen. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet 6,50 Euro, ermäßigt 4,50 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.
Foto: Stadtverwaltung Nordhausen































