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Oster­oder Rat for­dert bes­se­re Finanz­aus­stat­tung der Kom­mu­nen

Der Rat der Stadt Oster­ode am Harz hat die Reso­lu­ti­on Ret­tet die Kom­mu­nen beschlos­sen. Damit for­dert das Gre­mi­um Bund und Län­der auf, die finan­zi­el­le Lage von Städ­ten, Gemein­den und Land­krei­sen deut­lich zu ver­bes­sern.

Bereits vor der Rats­sit­zung hat­te sich Oster­ode an einem bun­des­wei­ten Akti­ons­tag betei­ligt. Zahl­rei­che Kom­mu­nen mach­ten dabei auf sin­ken­de oder sta­gnie­ren­de Ein­nah­men sowie stei­gen­de Aus­ga­ben auf­merk­sam.

Pflicht­auf­ga­ben gera­ten unter Druck

Nach Ein­schät­zung des Rates befin­den sich die Kom­mu­nen in der schwers­ten finan­zi­el­len Kri­se seit Bestehen der Bun­des­re­pu­blik. Zusätz­li­che Auf­ga­ben von Bund und Län­dern führ­ten vie­ler­orts zu struk­tu­rel­len Defi­zi­ten, wäh­rend Rück­la­gen zuneh­mend auf­ge­braucht sei­en.

Die Fol­gen beträ­fen nicht nur frei­wil­li­ge Ange­bo­te in den Berei­chen Kul­tur, Sport und Sozia­les. Auch kom­mu­na­le Infra­struk­tur, Daseins­vor­sor­ge und gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne Leis­tun­gen gerie­ten unter Druck. Gleich­zei­tig wüch­sen die Inves­ti­ti­ons­rück­stän­de, wäh­rend die Inves­ti­ti­ons­quo­te trotz ver­schie­de­ner Hilfs­pro­gram­me sin­ke.

Min­des­tens eine Mil­li­ar­de Euro zusätz­lich gefor­dert

Der Oster­oder Rat for­dert das Land Nie­der­sach­sen auf, den kom­mu­na­len Finanz­aus­gleich im Dop­pel­haus­halt 2027/2028 um min­des­tens eine Mil­li­ar­de Euro zu erhö­hen. Außer­dem sol­le das Kon­ne­xi­täts­prin­zip kon­se­quent ange­wen­det wer­den. Neue Auf­ga­ben müss­ten dem­nach von der staat­li­chen Ebe­ne finan­ziert wer­den, die sie beschließt.

Dar­über hin­aus soll sich das Land beim Bund für Refor­men ein­set­zen, die eine aus­rei­chen­de Finan­zie­rung der Kom­mu­nen sichern. Land­tag und Lan­des­re­gie­rung wer­den auf­ge­for­dert, die Lage mit hoher Prio­ri­tät zu behan­deln und zeit­nah wirk­sa­me Maß­nah­men ein­zu­lei­ten.

Ohne ent­schlos­se­nes Han­deln dro­he den Kom­mu­nen bei anhal­ten­den Defi­zi­ten eine schritt­wei­se Hand­lungs­un­fä­hig­keit. Finan­zi­el­le Sta­bi­li­tät sei zugleich eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung für funk­tio­nie­ren­de öffent­li­che Struk­tu­ren und das Ver­trau­en in den Staat.

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