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Die Kraft der Selbst­ver­tei­di­gung

Wer die Trai­nings­räu­me der Sport­aka­de­mie Kuba­nek in Hal­ber­stadt betritt, merkt schnell, dass hier ein ande­rer Ton herrscht als in klas­si­schen Sport­ver­ei­nen. Es geht nicht um Poka­le, nicht um Wett­kämp­fe, son­dern um etwas Ursprüng­li­che­res: die Fähig­keit, sich selbst zu ver­tei­di­gen. Mit Wing Tsun steht eine Kampf­kunst im Mit­tel­punkt, die genau dar­auf aus­ge­legt ist. In einer Zeit, in der Unsi­cher­heit und Distanz im All­tag zuneh­men, gewinnt die­se Form der Selbst­ver­tei­di­gung zuneh­mend an Bedeu­tung.

Vom Gedan­ken zur eige­nen Schu­le

Die Idee ent­stand nicht über Nacht. Schon 2014 form­te sich in Kevin Kuba­nek der Wunsch nach einer eige­nen Schu­le. Wäh­rend er als Fahr­leh­rer arbei­te­te und die nöti­ge Fle­xi­bi­li­tät hat­te, ent­wi­ckel­te sich par­al­lel sei­ne Visi­on wei­ter. Sein Ziel war klar: ein eige­ner Ort, unab­hän­gig von frem­den Hal­len­zei­ten, mit vol­ler Kon­trol­le über Inhal­te und Qua­li­tät.

Im Som­mer 2019 nahm die­se Visi­on plötz­lich Fahrt auf. Nach einem zufäl­li­gen Tref­fen und ers­ten Gesprä­chen fand Kuba­nek pas­sen­de Räum­lich­kei­ten in Hal­ber­stadt. Am 2. Novem­ber 2019 erhielt er die Schlüs­sel. Was ursprüng­lich erst Jah­re spä­ter geplant war, wur­de Rea­li­tät. Die ers­ten Trai­nings­ein­hei­ten star­te­ten kurz dar­auf im klei­nen Kreis.

Ein schwie­ri­ger Start — und der Wen­de­punkt

Der offi­zi­el­le Start erfolg­te Anfang 2020 – doch kurz dar­auf stell­te die Coro­na-Pan­de­mie alles auf die Pro­be. Mit nur zwölf Mit­glie­dern wur­de die Anfangs­pha­se zur finan­zi­el­len Her­aus­for­de­rung. Ein­nah­men blie­ben aus, wäh­rend die Kos­ten wei­ter­lie­fen.

„Das war das reins­te Minus­ge­schäft“, erin­nert sich Kuba­nek. Doch statt auf­zu­ge­ben, nutz­te er die Zeit sinn­voll. Er bil­de­te sich wei­ter, unter ande­rem zum Gewalt­prä­ven­ti­ons­trai­ner und ‑päd­ago­gen, und über­ar­bei­te­te gleich­zei­tig sein gesam­tes Kon­zept – von der Web­sei­te bis zur Preis­struk­tur.

Die­se Ver­än­de­run­gen waren zunächst mit Unsi­cher­heit ver­bun­den, doch sie zahl­ten sich aus. Nach der Umstel­lung stieg die Nach­fra­ge deut­lich. Aus einer schwie­ri­gen Pha­se ent­wi­ckel­te sich ein nach­hal­ti­ges Wachs­tum.

Selbst­ver­tei­di­gung als zen­tra­les Prin­zip

Im Mit­tel­punkt der Sport­aka­de­mie steht Wing Tsun als rei­ne Selbst­ver­tei­di­gungs­kampf­kunst. Anders als im klas­si­schen Kampf­sport geht es hier nicht um Wett­kämp­fe oder Punk­te, son­dern um funk­tio­nie­ren­de Lösun­gen in rea­len Situa­tio­nen.

„Der Lösungs­an­satz ist ein gänz­lich ande­rer“, erklärt Kuba­nek. Ziel ist es nicht, stär­ker zu sein als der Geg­ner, son­dern effi­zi­en­ter zu han­deln. Tech­ni­ken die­nen dazu, Prin­zi­pi­en zu ver­ste­hen, die spä­ter intui­tiv ange­wen­det wer­den kön­nen.

Ein zen­tra­les Ele­ment ist der Umgang mit Kraft. Statt gegen die Ener­gie des Gegen­übers zu arbei­ten, wird sie genutzt. „Alles, was dein Gegen­über an Kraft bringt, nimmst du an und gibst es ver­stärkt zurück.“ Dadurch ent­steht eine Form der Selbst­ver­tei­di­gung, die unab­hän­gig von kör­per­li­cher Stär­ke funk­tio­niert und beson­ders all­tags­taug­lich ist.

Trai­ning für Kör­per und Kopf

Das Trai­ning for­dert nicht nur kör­per­lich, son­dern vor allem men­tal. Vie­le Teil­neh­mer gehen weni­ger mit Mus­kel­ka­ter als mit einem „vol­len Kopf“ nach Hau­se. Fort­schrit­te ent­ste­hen oft erst Tage spä­ter, wenn das Gelern­te ver­ar­bei­tet wur­de.

Schon Kin­der ab drei Jah­ren wer­den spie­le­risch an Bewe­gung und ers­te Selbst­ver­tei­di­gungs­prin­zi­pi­en her­an­ge­führt. Durch klei­ne Grup­pen ist eine inten­si­ve Betreu­ung mög­lich. Jugend­li­che und Erwach­se­ne ver­tie­fen die Inhal­te und ent­wi­ckeln neben Tech­nik auch Selbst­be­wusst­sein und Dis­zi­plin.

Wach­sen­de Bedeu­tung in einer ver­än­der­ten Gesell­schaft

Die Nach­fra­ge nach Selbst­ver­tei­di­gung ist in den letz­ten Jah­ren deut­lich gestie­gen. „Der Bedarf ist defi­ni­tiv grö­ßer gewor­den“, sagt Kuba­nek. Beson­ders im Bereich der Prä­ven­ti­on wächst das Inter­es­se, auch in Schu­len und Kin­der­gär­ten.

Gesell­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen wie zuneh­men­de Iso­la­ti­on und weni­ger direk­te sozia­le Kon­tak­te ver­stär­ken die­sen Trend. Vie­le Men­schen suchen nach Sicher­heit und Ori­en­tie­rung – und fin­den in der Kampf­kunst einen Ansatz, der weit über kör­per­li­che Aspek­te hin­aus­geht.

Zwi­schen Trai­ning und Hal­ber­städ­ter See

Trotz des inten­si­ven All­tags fin­det Kevin Kuba­nek Aus­gleich in der Regi­on. Häu­fig zieht es ihn an den Hal­ber­städ­ter See, wo er neue Ener­gie tankt.

Die Sport­aka­de­mie Kuba­nek ist heu­te mehr als nur ein Trai­nings­ort. Sie ist ein Raum für per­sön­li­che Ent­wick­lung, in dem Men­schen ler­nen, sich selbst zu behaup­ten. Nicht durch Här­te, son­dern durch Ver­ständ­nis, Kon­trol­le und inne­re Stär­ke.

 

 

 Sport­aka­de­mie Kuba­nek
📍Braun­schwei­ger Str. 83–88 · 38820 Hal­ber­stadt
☎️Tel.: 0176–70031022
✉️Email: kontakt@sportakademie-kubanek
🌐Web­site: https://www.sportakademie-kubanek.de

SK EST Red

 

 

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