Im Kloster Michaelstein wird an die ersten Chansontage von 1976 erinnert. Am Samstag, 27. Juni, treffen sich dort um 19 Uhr Liedermacherinnen und Liedermacher zu einem Konzertabend, der 50 Jahre nach den Anfängen des Festivals nicht nur nostalgisch zurückblickt, sondern auch an die Aktualität vieler damaliger Botschaften erinnert.
Auf Initiative früherer Mitgestalter kommen Künstler aus den Anfangsjahren zusammen, darunter Tommi Riedel, Rainer Schulze und Wolf-Dieter Skibba. Auch heute aktive Formationen wie die Duos Ontano und Frau Schröder stehen auf dem Programm.
Rückblick auf ein besonderes Festival
Die Chansontage in Michaelstein galten ab 1976 über zehn Jahre hinweg als besonderer Ort für Liedermacher in der DDR. Viele unangepasste Künstlerinnen und Künstler traten dort auf, darunter Gerhard Schöne, Stefan Krawczyk und das Duo Sonnenschirm.
Die Idee war, dass jeder sein Lied singen durfte. In Michaelstein wurde gesungen, diskutiert und gefeiert. Mitte der 1980er Jahre durfte das Kloster aufgrund politischer Einflussnahme nicht mehr Austragungsort der Chansontage sein.
Das Jubiläumskonzert wird durch eine Retrospektive ergänzt. Gezeigt werden Originalaufnahmen, Fotos und Interviews aus der bewegten Geschichte des Festivals.
Offene Bühne am Sonntag
Am Sonntag, 28. Juni, sind ab 11 Uhr musizierende Familien und junge Talente zu einer offenen Bühne eingeladen. Ein spontan gebildetes Hausorchester lädt außerdem zum gemeinsamen Singen ein. Anschließend ist ein Drumcircle geplant.
Weitere Informationen gibt es unter www.kloster-michaelstein.de.
Foto : Repro: Wolf-Dieter Skibba / Kulturstiftung Sachsen-Anhalt































