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Töd­li­che Motor­rad­un­fäl­le im Harz häu­fen sich – Dis­kus­si­on um Wir­kung von Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men

Der Harz wird immer wieder zum Schauplatz tragischer Motorradunfälle
Der Harz wird immer wieder zum Schauplatz tragischer Motorradunfälle

Nach meh­re­ren töd­li­chen Motor­rad­un­fäl­len inner­halb weni­ger Wochen steht die Ver­kehrs­si­cher­heit auf den belieb­ten Motor­rad­stre­cken im Harz erneut im Fokus. Behör­den, Poli­zei und Ver­kehrs­exper­ten dis­ku­tie­ren dar­über, ob die bis­he­ri­gen Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men aus­rei­chen oder ob zusätz­li­che Schrit­te erfor­der­lich sind.

Belieb­tes Aus­flugs­ziel mit hohem Unfall­ri­si­ko

Der Harz zählt seit Jah­ren zu den belieb­tes­ten Aus­flugs­zie­len für Motor­rad­fah­rer in Nord­deutsch­land. Kur­ven­rei­che Land­stra­ßen und land­schaft­lich reiz­vol­le Stre­cken zie­hen ins­be­son­de­re an Wochen­en­den zahl­rei­che Biker an. Gleich­zei­tig gehört die Regi­on jedoch auch zu den Unfall-Schwer­punk­ten für moto­ri­sier­te Zwei­rä­der.

Allein in den ver­gan­ge­nen Wochen kam es auf meh­re­ren Stre­cken­ab­schnit­ten zu schwe­ren Ver­kehrs­un­fäl­len mit töd­li­chem Aus­gang. Die genau­en Unfall­ur­sa­chen wer­den in vie­len Fäl­len noch ermit­telt. Nach ers­ten Erkennt­nis­sen spiel­ten jedoch häu­fig über­höh­te Geschwin­dig­keit, ris­kan­te Über­hol­ma­nö­ver oder Fahr­feh­ler in anspruchs­vol­len Kur­ven­be­rei­chen eine Rol­le.

Poli­zei setzt auf Kon­trol­len und Auf­klä­rung

Die Poli­zei ver­weist dar­auf, dass bereits ver­schie­de­ne Maß­nah­men zur Erhö­hung der Ver­kehrs­si­cher­heit umge­setzt wur­den. Dazu zäh­len ver­stärk­te Geschwin­dig­keits­kon­trol­len, mobi­le Über­wa­chun­gen an bekann­ten Unfall­stel­len sowie Infor­ma­ti­ons­kam­pa­gnen für Motor­rad­fah­rer. Zusätz­lich wur­den an eini­gen Stre­cken Warn­schil­der auf­ge­stellt und Fahr­bahn­mar­kie­run­gen ver­bes­sert.

Zwei­fel an der Wirk­sam­keit bestehen­der Maß­nah­men

Trotz die­ser Bemü­hun­gen bleibt die Zahl schwe­rer Unfäl­le auf einem hohen Niveau. Kri­ti­ker stel­len daher die Wirk­sam­keit der bis­he­ri­gen Maß­nah­men infra­ge. Ver­kehrs­ver­bän­de for­dern eine umfas­sen­de Ana­ly­se der Unfall­ent­wick­lung sowie geziel­te Inves­ti­tio­nen in die Infra­struk­tur.

Dis­ku­tiert wer­den unter ande­rem rutsch­fes­te­re Fahr­bahn­be­lä­ge, zusätz­li­che Leit­plan­ken mit Unter­fahr­schutz und bau­li­che Ver­än­de­run­gen an beson­ders gefähr­li­chen Kur­ven.

Motor­rad­ver­bän­de for­dern dif­fe­ren­zier­te Betrach­tung

Motor­rad­fah­rer­ver­bän­de war­nen hin­ge­gen davor, die Ver­ant­wor­tung aus­schließ­lich bei den Bikern zu suchen. Vie­le Fah­rer hiel­ten sich an die Ver­kehrs­re­geln und wür­den selbst ein gro­ßes Inter­es­se an mehr Sicher­heit haben. Statt pau­scha­ler Ein­schrän­kun­gen sei­en geziel­te Maß­nah­men an bekann­ten Gefah­ren­punk­ten sinn­vol­ler.

Auch die Fra­ge nach tem­po­rä­ren Stre­cken­sper­run­gen wird immer wie­der dis­ku­tiert. Eini­ge Kom­mu­nen sehen dar­in ein mög­li­ches Mit­tel, um die Unfall­zah­len zu sen­ken. Geg­ner sol­cher Maß­nah­men argu­men­tie­ren jedoch, dass Sper­run­gen ledig­lich zu Aus­weich­ver­kehr auf ande­re Stra­ßen füh­ren könn­ten.

Wei­te­re Maß­nah­men wer­den geprüft

Die jüngs­ten Unglü­cke haben die Debat­te erneut ange­facht. Wäh­rend Behör­den die lau­fen­den Prä­ven­ti­ons­kon­zep­te über­prü­fen, appel­liert die Poli­zei an alle Ver­kehrs­teil­neh­mer, beson­ders vor­sich­tig zu fah­ren. Gera­de auf den kur­ven­rei­chen Stra­ßen des Har­zes kön­ne bereits ein klei­ner Fahr­feh­ler schwer­wie­gen­de Fol­gen haben.

Ob die bestehen­den Sicher­heits­maß­nah­men künf­tig aus­ge­wei­tet wer­den, dürf­te in den kom­men­den Mona­ten Gegen­stand wei­te­rer Gesprä­che zwi­schen Kom­mu­nen, Ver­kehrs­be­hör­den und Inter­es­sen­ver­tre­tern sein.

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