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Blau­zun­gen­vi­rus BTV‑8: See­sen, Claus­thal-Zel­ler­feld und Braun­la­ge von Restrik­ti­ons­zo­ne betrof­fen

Tei­le des Land­krei­ses Gos­lar lie­gen in einer Han­dels­re­strik­ti­ons­zo­ne für Wie­der­käu­er. Anlass ist der amt­lich bestä­tig­te Nach­weis des Blau­zun­gen­vi­rus Sero­typs 8 (BTV‑8) in einem Betrieb im hes­si­schen Land­kreis Ful­da. Nach Vor­ga­ben der Euro­päi­schen Uni­on ist um den Aus­bruchs­be­trieb eine Zone mit einem Radi­us von 150 Kilo­me­tern ein­zu­rich­ten. In Nie­der­sach­sen sind neben Berei­chen des Land­krei­ses Gos­lar auch die Land­krei­se Göt­tin­gen, Nort­heim und Holz­min­den betrof­fen.

Betrof­fe­ne Gebie­te im Land­kreis Gos­lar

Im Land­kreis Gos­lar umfasst die Han­dels­re­strik­ti­ons­zo­ne fol­gen­de Berei­che:

In der Stadt See­sen ist das Gebiet süd­lich von Mün­che­hof inklu­si­ve Domä­ne Stauf­fen­burg und Fürs­ten­ha­gen betrof­fen.

In der Berg- und Uni­ver­si­täts­stadt Claus­thal-Zel­ler­feld lie­gen fol­gen­de Orte ganz oder teil­wei­se in der Zone: Tei­le von Wil­de­mann, Claus­thal-Zel­ler­feld voll­stän­dig, Bun­ten­bock voll­stän­dig sowie Alten­au voll­stän­dig mit Aus­nah­me von Torf­haus (teil­wei­se) und der Bas­tesied­lung, die kom­plett außer­halb der Zone liegt.

Die Stadt Braun­la­ge gehört voll­stän­dig zur Han­dels­re­strik­ti­ons­zo­ne.

Eine inter­ak­ti­ve Kar­te zur aktu­el­len Aus­deh­nung der Han­dels­re­strik­ti­ons­zo­ne in Nie­der­sach­sen ist online abruf­bar.

Aus­wir­kun­gen auf den Tier­ver­kehr

Betrof­fen sind Hal­te­rin­nen und Hal­ter von Rin­dern, Scha­fen, Zie­gen, Lamas, Alpa­kas und Kame­len. Für den Trans­port die­ser Tie­re aus der Restrik­ti­ons­zo­ne in noch BTV-8-freie Gebie­te inner­halb Deutsch­lands oder in ande­re EU-Mit­glied­staa­ten gel­ten Ein­schrän­kun­gen. Inner­halb der Zone bestehen hin­ge­gen kei­ne Beschrän­kun­gen beim Ver­brin­gen der Tie­re.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu den Vor­aus­set­zun­gen für das Ver­brin­gen von Tie­ren stellt das Nie­der­säch­si­sche Lan­des­amt für Ver­brau­cher­schutz und Lebens­mit­tel­si­cher­heit (LAVES) online unter https://tierseucheninfo.niedersachsen.de bereit.

Die aktu­el­len Ver­brin­gungs­re­ge­lun­gen bezie­hen sich aus­schließ­lich auf das Blau­zun­gen­vi­rus Sero­typ 8. Für den Sero­typ 3 gel­ten inner­halb Deutsch­lands der­zeit kei­ne Ver­brin­gungs­be­schrän­kun­gen.

Impf­emp­feh­lung und Mel­de­pflicht

Emp­foh­len wird, emp­fäng­li­che Tie­re gegen das Blau­zun­gen­vi­rus imp­fen zu las­sen. Eine Imp­fung kann Krank­heits­ver­läu­fe deut­lich abmil­dern und Todes­fäl­le ver­hin­dern.

Ver­dachts­fäl­le auf Blau­zun­gen­krank­heit sind dem Vete­ri­när­amt des Land­krei­ses Gos­lar umge­hend zu mel­den. Kon­takt ist per E‑Mail an veterinaerwesen@landkreis-goslar.de oder tele­fo­nisch unter 05321 700–800 mög­lich.

Hin­ter­grund zur Blau­zun­gen­krank­heit

Die Blau­zun­gen­krank­heit ist eine Virus­er­kran­kung der Wie­der­käu­er. Betrof­fen sind unter ande­rem Rin­der, Scha­fe und Zie­gen, aber auch Kame­le, Lamas und Alpa­kas. Für den Men­schen besteht kei­ne Gefahr; auch der Ver­zehr tie­ri­scher Lebens­mit­tel ist unbe­denk­lich.

Der Erre­ger wird durch blut­saugen­de Insek­ten, soge­nann­te Gnit­zen, über­tra­gen und kann bei Tie­ren fie­ber­haf­te Erkran­kun­gen bis hin zu Todes­fäl­len ver­ur­sa­chen. Typi­sche Sym­pto­me sind Fie­ber, Mat­tig­keit, Lahm­heit, Schwel­lun­gen der Maul­schleim­häu­te und des Kron­saums, ver­mehr­ter Spei­chel­fluss und Schaum am Maul. Bei Scha­fen kann die Zun­ge anschwel­len und sich blau ver­fär­ben, was der Krank­heit ihren Namen gibt. Bei Rin­dern fal­len vor allem eine ver­rin­ger­te Milch­leis­tung, Schwel­lun­gen der Maul­schleim­häu­te, ver­mehr­ter Spei­chel­fluss und Ver­fär­bun­gen der Euter­zit­zen auf.

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