Das Harztheater zeigt das Stück „Ich bin dann Er – Catharina Linck 1687–1721“ ab dem 11. Juni erneut in der Martinikirche Halberstadt. Die Wiederaufnahme ist zugleich die vorerst letzte Gelegenheit, die Inszenierung an diesem besonderen Ort zu erleben.
Im Mittelpunkt steht die historische Figur Catharina Margaretha Linck, die als Anastasius Lagrantinus Rosenstengel lebte, eine Frau heiratete und 1721 in Halberstadt hingerichtet wurde. Ihre Geschichte wurde durch die Historikerin Angela Steidele wiederentdeckt und später auch durch den auf der Berlinale ausgezeichneten Film „Rose“ einem größeren Publikum bekannt.
Historischer Stoff mit aktuellem Bezug
Das Theaterstück von Marcus Everding basiert auf historischen Fakten und ist von Angela Steideles Buch „In Männerkleidern“ inspiriert. Es erzählt von einem Leben zwischen Identität, Liebe, Religion, Krieg und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Catharina Linck wuchs in Halle auf, lebte ab dem Jugendalter als Mann, trat als Prediger auf, kämpfte als Soldat und heiratete in Halberstadt Katharina Mühlhahn.
Für das Harztheater wurde die Martinikirche zu einem authentischen Spielort der Lebensgeschichte. Seit der Uraufführung erinnert zudem eine Gedenkplakette hinter dem Halberstädter Rathaus an Catharina Linck.
Vier Vorstellungen im Juni
Zu sehen ist die Inszenierung am Donnerstag, 11. Juni, Samstag, 13. Juni, und Freitag, 19. Juni, jeweils um 19.30 Uhr. Am Sonntag, 14. Juni, beginnt die Vorstellung um 15 Uhr.
Die Regie führt Rosmarie Vogtenhuber-Freitag, die Ausstattung stammt von TOTO. In der Titelrolle ist Ronja Donath zu erleben. Weitere Rollen übernehmen unter anderem Alice Macura, Luisa Jäger, Julia Siebenschuh, Stefan Werner Dick, Arnim Beutel, Jan Saure und Eric Eisenach.
Foto: Elisabeth Rawald
































