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Oster­ode: AfD erhält von der Stadt kei­ne Geneh­mi­gung für Info-Stand vor Schu­le

Die AfD hat für ihren Infostand vor einer Schule in Osterode keine Genehmigung bekommen
Die AfD hat für ihren Infostand vor einer Schule in Osterode keine Genehmigung bekommen

Stadt Oster­ode lehnt Antrag der AfD ab – Dis­kus­si­on um poli­ti­sche Prä­senz im Umfeld von Schu­len

Die Stadt Oster­ode am Harz hat einem Antrag der AfD auf die Durch­füh­rung eines Infor­ma­ti­ons­stan­des vor einer Schu­le die Geneh­mi­gung ver­wei­gert. Die Ent­schei­dung sorgt für poli­ti­sche Dis­kus­sio­nen und stößt ins­be­son­de­re bei Ver­tre­tern der Par­tei auf Kri­tik.

Nach Anga­ben loka­ler Medi­en woll­te die AfD einen Stand im unmit­tel­ba­ren Umfeld der Haupt­schu­le in Oster­ode auf­stel­len. Die Stadt­ver­wal­tung lehn­te das Vor­ha­ben jedoch ab.

Stadt sieht beson­de­ren Schutz­be­reich für Schu­len

Nach Ein­schät­zung der Stadt han­delt es sich bei Schu­len um beson­ders sen­si­ble Orte, an denen Schü­le­rin­nen und Schü­ler vor par­tei­po­li­ti­scher Ein­fluss­nah­me geschützt wer­den sol­len.

Die Ableh­nung der Geneh­mi­gung wird daher mit dem beson­de­ren Cha­rak­ter des Schul­um­fel­des begrün­det. Die AfD hin­ge­gen spricht von einer unge­recht­fer­tig­ten Ein­schrän­kung ihrer poli­ti­schen Arbeit und wirft der Ver­wal­tung eine Benach­tei­li­gung vor.

AfD Göt­tin­gen kri­ti­siert Ent­schei­dung scharf und reicht Beschwer­de ein

Ver­tre­ter des AfD-Kreis­ver­ban­des kri­ti­sier­ten die Ent­schei­dung öffent­lich und kün­dig­ten an, die Ange­le­gen­heit wei­ter zu the­ma­ti­sie­ren. Nach Ansicht der Par­tei sei ein Infor­ma­ti­ons­stand ein legi­ti­mes Mit­tel poli­ti­scher Kom­mu­ni­ka­ti­on und Mei­nungs­bil­dung.

Die Stadt hält dage­gen an ihrer Posi­ti­on fest und ver­weist auf ihre Ver­ant­wor­tung für den Schutz des schu­li­schen Umfelds.

Schu­len und poli­ti­sche Neu­tra­li­tät blei­ben Streit­the­ma

Die Fra­ge, wel­che Rol­le poli­ti­sche Par­tei­en an Schu­len oder in deren unmit­tel­ba­rer Umge­bung spie­len dür­fen, wird bun­des­weit immer wie­der kon­tro­vers dis­ku­tiert. Bil­dungs­exper­ten beto­nen regel­mä­ßig, dass Schu­len einen demo­kra­ti­schen Bil­dungs­auf­trag erfül­len, gleich­zei­tig aber par­tei­po­li­ti­sche Ein­fluss­nah­me auf Schü­le­rin­nen und Schü­ler begren­zen dür­fen. Ein all­ge­mei­ner Anspruch poli­ti­scher Par­tei­en auf Prä­senz bei schu­li­schen Ver­an­stal­tun­gen oder auf Schul­ge­län­den besteht nicht.

Debat­te dürf­te wei­ter­ge­hen

Der Fall aus Oster­ode zeigt erneut, wie sen­si­bel das Ver­hält­nis zwi­schen poli­ti­scher Wer­bung und schu­li­schem Umfeld bewer­tet wird. Wäh­rend die AfD die Ent­schei­dung als poli­ti­sche Aus­gren­zung inter­pre­tiert, sehen Befür­wor­ter der Ableh­nung den Schutz der Schu­le als vor­ran­gi­ges Ziel. Ob die Par­tei wei­te­re recht­li­che Schrit­te prüft oder neue Anträ­ge stellt, bleibt abzu­war­ten.

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