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Wan­der-High­light: Der Sel­ke­tal-Stieg als fan­tas­ti­sches Aus­flug­s­er­leb­nis

Das Selketal bietet Wanderern ein Naturerlebnis der Extraklasse
Das Selketal bietet Wanderern ein Naturerlebnis der Extraklasse

Wer den Harz ein­mal von sei­ner ursprüng­li­chen und roman­ti­schen Sei­te erle­ben möch­te, fin­det im Sel­ke­tal-Stieg einen der schöns­ten Fern­wan­der­we­ge Mit­tel­deutsch­lands.

Auf rund 75 Kilo­me­tern führt die Rou­te durch das wild­ro­man­ti­sche Sel­ke­tal, vor­bei an dich­ten Wäl­dern, bizar­ren Fels­for­ma­tio­nen, his­to­ri­schen Berg­bau­or­ten und mit­tel­al­ter­li­chen Bur­gen. Der Weg ver­bin­det Natur­er­leb­nis, Kul­tur­ge­schich­te und abwechs­lungs­rei­che Land­schaf­ten zu einer Wan­de­rung, die sowohl Genuss­wan­de­rer als auch ambi­tio­nier­te Weit­wan­de­rer begeis­tert.

Das Sel­ke­tal: Ein Fern­wan­der­weg vol­ler Viel­falt

Der Sel­ke­tal-Stieg beginnt im Harz­ort Stie­ge und endet in der UNESCO-Welt­erbe­stadt Qued­lin­burg. Dazwi­schen folgt er über wei­te Stre­cken dem Lauf der Sel­ke, dem ältes­ten Fluss des Har­zes. Wan­de­rer durch­que­ren stil­le Wald­ge­bie­te, offe­ne Wie­sen­tä­ler und geschichts­träch­ti­ge Orte wie Gün­ters­ber­ge, Straß­berg, Alexis­bad, Mäg­de­sprung und Meis­dorf.

Mit einer Län­ge von knapp 75 Kilo­me­tern lässt sich die Stre­cke je nach Kon­di­ti­on in vier bis sechs Etap­pen bewäl­ti­gen.

Reiz­vol­les Natur­er­leb­nis ent­lang der Sel­ke

Beson­ders reiz­voll ist die Nähe zur Natur. Der Wan­der­weg führt durch das Natur­schutz­ge­biet Obe­res Sel­ke­tal, eines der schöns­ten Tal­ge­bie­te des Ost­har­zes. Hier beglei­ten rau­schen­de Bäche, moos­be­deck­te Fel­sen und alte Misch­wäl­der die Wan­de­rer. Immer wie­der öff­nen sich beein­dru­cken­de Aus­bli­cke auf das Tal und die umlie­gen­den Höhen­zü­ge.

Zu den land­schaft­li­chen Höhe­punk­ten zäh­len der Klip­pen­weg bei Alexis­bad, die fel­si­gen Aus­sichts­punk­te rund um Mäg­de­sprung sowie die wei­ten Aus­bli­cke von den Höhen ober­halb des Sel­ke­tals. Wer auf­merk­sam unter­wegs ist, kann zahl­rei­che Vogel­ar­ten beob­ach­ten und die beson­de­re Ruhe der geschütz­ten Land­schaft genie­ßen.

Bur­gen, Berg­bau und Geschich­te

Der Sel­ke­tal-Stieg ist weit mehr als ein Natur­wan­der­weg. Die Regi­on blickt auf eine lan­ge Berg­bau­ge­schich­te zurück, deren Spu­ren ent­lang der Stre­cke immer wie­der sicht­bar wer­den. In Straß­berg erin­nern ehe­ma­li­ge Sil­ber­berg­wer­ke an die wirt­schaft­li­che Bedeu­tung des Unter­har­zes. His­to­ri­sche Anla­gen, Poch­wer­ke und alte Stol­len ver­mit­teln einen Ein­druck vom har­ten Leben der Berg­leu­te ver­gan­ge­ner Jahr­hun­der­te.

Ein wei­te­res Wahr­zei­chen des Weges ist die majes­tä­ti­sche Burg Fal­ken­stein. Hoch über dem Tal gele­gen zählt sie zu den best­erhal­te­nen mit­tel­al­ter­li­chen Bur­gen Deutsch­lands. Ihre Sil­hou­et­te prägt sogar das Sym­bol des Sel­ke­tal-Stiegs und bie­tet eines der belieb­tes­ten Foto­mo­ti­ve der gesam­ten Rou­te.

Mit der Sel­ke­tal­bahn unter­wegs

Ein beson­de­res Erleb­nis bie­tet die his­to­ri­sche Sel­ke­tal­bahn, die auf meh­re­ren Abschnit­ten par­al­lel zum Wan­der­weg ver­läuft. Die dampf­be­trie­be­ne Schmal­spur­bahn gehört zum Netz der Har­zer Schmal­spur­bah­nen und ermög­licht es Wan­de­rern, ein­zel­ne Etap­pen fle­xi­bel zu gestal­ten oder bequem zum Aus­gangs­punkt zurück­zu­keh­ren.

Das Zusam­men­spiel aus nost­al­gi­schen Dampf­loks und ursprüng­li­cher Harz­land­schaft ver­leiht der Tour einen ganz beson­de­ren Charme.

Für wen eig­net sich der Sel­ke­tal-Stieg?

Der Fern­wan­der­weg gilt ins­ge­samt als mit­tel­schwer. Extre­me Stei­gun­gen sind sel­ten, den­noch erfor­dert die Gesamt­di­stanz eine gute Grund­kon­di­ti­on. Wer lie­ber gemüt­lich unter­wegs ist, kann ein­zel­ne Tages­etap­pen aus­wäh­len und so die schöns­ten Abschnit­te des Sel­ke­tals erkun­den. Dank guter Bahn­an­schlüs­se und zahl­rei­cher Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten ent­lang der Stre­cke eig­net sich der Weg sowohl für mehr­tä­gi­ge Wan­de­run­gen als auch für Tages­aus­flü­ge.

Der Sel­ke­tal-Stieg zählt zu den ein­drucks­volls­ten Wan­der­we­gen des Ost­har­zes. Sei­ne Mischung aus ursprüng­li­cher Natur, kul­tu­rel­len Sehens­wür­dig­kei­ten und his­to­ri­scher Berg­bau­ge­schich­te macht ihn zu einem ech­ten Geheim­tipp für Wan­der­freun­de. Wer fern­ab gro­ßer Besu­cher­strö­me den Harz ent­de­cken möch­te, fin­det hier eine Rou­te vol­ler Abwechs­lung, Ruhe und unver­gess­li­cher Aus­bli­cke.

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