Anzeige

Kin­der­mu­si­cal Lon­don Dreams begeis­tert in Oster­oder Schloss­kir­che

Das Kin­der­mu­si­cal Lon­don Dreams hat am ver­gan­ge­nen Sams­tag in der Oster­oder Schloss­kir­che das Publi­kum begeis­tert. Die Auf­füh­rung fand im Rah­men der Inter­na­tio­na­len Hän­del-Fest­spie­le Göt­tin­gen statt und brach­te eine musi­ka­li­sche Adap­ti­on von Mark Twa­ins Roman Der Prinz und der Bet­tel­kna­be auf die Büh­ne.

Im Mit­tel­punkt ste­hen zwei Jun­gen, deren Lebens­wel­ten kaum unter­schied­li­cher sein könn­ten. Bet­tel­jun­ge Tom und Prinz Edward wur­den am sel­ben Tag gebo­ren und begeg­nen sich an ihrem zwölf­ten Geburts­tag am Hof des Königs. Als sie ihre Klei­dung tau­schen, beginnt eine Ver­wechs­lungs­ge­schich­te mit erns­ten Unter­tö­nen: Tom muss sich plötz­lich in der Welt höfi­scher Regeln behaup­ten, wäh­rend Edward die Här­ten eines Lebens in Armut erlebt.

Die Geschich­te, die Mark Twa­in 1881 ver­öf­fent­lich­te, zeigt sozia­le Unter­schie­de und fragt danach, wie sehr Her­kunft über Chan­cen bestimmt. Auch das Musi­cal von Wolf­gang König und Vero­ni­ka te Reh greift die­ses Motiv auf. In Oster­ode wur­de deut­lich, dass die­se Fra­gen bis heu­te aktu­ell geblie­ben sind.

Jun­ge Stim­men und gro­ßes Spiel

Im Vor­der­grund stan­den in der Schloss­kir­che Musik und Schau­spiel. Betei­ligt waren der Oster­oder Kin­der­chor, der Jugend­chor Herzberg/Osterode und die Chor-AG der Grund­schu­le Hat­torf. Beglei­tet wur­den sie von Kate Clark und Bri­an Ber­ry­man an der Flö­te, Sara DeCor­so, Lisa Weiss und Julia Krik­kay an der Vio­li­ne, Phoe­be Car­rat am Vio­lon­cel­lo sowie Als Brau­er am Kon­tra­bass. Die musi­ka­li­sche Lei­tung hat­te Kreis­kan­tor Jörg Ehren­feuch­ter.

Beson­ders präg­ten die jun­gen Dar­stel­le­rin­nen und Dar­stel­ler die Auf­füh­rung. Sie über­zeug­ten mit prä­zi­sem Gesang, siche­rem Spiel und gro­ßer Spiel­freu­de. Auch das Publi­kum wur­de in meh­re­ren Sze­nen ein­be­zo­gen, wodurch die Auf­füh­rung leben­dig und nah­bar wirk­te.

Viel Applaus für eine beson­de­re Auf­füh­rung

Ein Höhe­punkt war ein ein­drucks­voll insze­nier­ter Kampf, der in der Kir­che für eine unge­wöhn­li­che Büh­nen­sze­ne sorg­te. Ins­ge­samt ver­band die Auf­füh­rung musi­ka­li­sche Qua­li­tät mit star­ken Bil­dern und einem enga­gier­ten Ensem­ble.

Auch Kreis­kan­tor Jörg Ehren­feuch­ter erhielt beson­de­re Aner­ken­nung. Er hat sich in der Regi­on als Kir­chen­mu­si­ker, künst­le­ri­scher Lei­ter der Musik­ge­mein­de Oster­ode am Harz und als För­de­rer jun­ger Men­schen in der klas­si­schen Musik einen Namen gemacht.

Am Ende erleb­ten die Besu­che­rin­nen und Besu­cher nicht nur eine dop­pel­te Krö­nung auf der Büh­ne, son­dern auch eine Geschich­te über Mit­ge­fühl, Per­spek­tiv­wech­sel und die Hoff­nung, gesell­schaft­li­che Unter­schie­de zu über­win­den. So wur­de aus Lon­don Dreams in der Oster­oder Schloss­kir­che ein Oster­oder Kul­tur­er­leb­nis mit spür­ba­rer Wir­kung.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige