Mit einem Spatenstich hat in Halberstadt der Bau des neuen Radwegs zwischen der Stadt und dem Schachdorf Ströbeck begonnen. Die Maßnahme ist der Auftakt des Bundesförderprojekts „NKI: Radverkehr als System in Halberstadt“.
Halberstadt erhält für das Gesamtprojekt Bundeszuwendungen in Höhe von 5.581.661 Euro. Die Stadt übernimmt Planungsleistungen in Höhe von 550.000 Euro. Ziel des Förderprogramms ist es, den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad zu erleichtern und dadurch Treibhausgasemissionen zu verringern.
Zum Spatenstich kamen unter anderem Oberbürgermeister Daniel Szarata, Ströbecks Ortsbürgermeister Jens Müller, Ortschaftsrat Fabian Dörge, Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung, der Baufirma OST BAU und des beauftragten Ingenieurbüros GBP sowie Darsteller des Ströbecker Lebendschach-Ensembles zusammen.
Radweg nach Ströbeck entsteht in mehreren Abschnitten
Für den Radweg zwischen Ströbeck und Halberstadt wird ein bestehender Wirtschaftsweg zu einem bituminösen Radweg ausgebaut, der auch für landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben bleibt. Vorgesehen ist eine Breite von drei Metern zuzüglich beidseitiger Bankette. Insgesamt entsteht so eine Breite von vier Metern.
Die Maßnahme gliedert sich in mehrere Bauabschnitte. Der erste Abschnitt führt vom Rotschwänzchenweg bis zur B 79 und umfasst rund 400 Meter. Es folgt der Abschnitt von der B 79 bis zur Kreuzung Bahnhofstraße mit etwa drei Kilometern Länge. Als letzter Abschnitt ist die Strecke von der Bahnhofstraße bis zum Ortseingang Ströbeck mit rund 1,3 Kilometern vorgesehen.
Die Trassenführung des letzten Abschnitts wurde mit dem Ortschaftsrat Ströbeck abgestimmt. Um Eingriffe in den Naturbestand zu verringern, verläuft die Strecke über die Bahnhofstraße. Die vorhandene Pflasterstraße wird zu einer Fahrradstraße für Anlieger ausgebaut und erhält einen mittigen, drei Meter breiten Asphaltstreifen. So bleibt der Pflanzenbestand unberührt, zugleich entsteht eine direkte Verbindung zum Ortskern Ströbeck.
Die Bauabschnitte 1 bis 3 sollen bis Ende 2026 fertiggestellt werden. Für den Radweg Ströbeck stehen Zuwendungen in Höhe von insgesamt 2.219.089,79 Euro bereit.
Weitere Radwege bis 2028 geplant
Das Gesamtprojekt „Radverkehr als System in Halberstadt“ umfasst mehrere Einzelmaßnahmen. Dazu gehören der Radweg nach Ströbeck mit Wetterschutzhütte, der Radweg nach Langenstein mit Wetterschutzhütte, der Radweg Hans-Neupert-Straße, ein Schutzstreifen in der Klusstraße sowie Radwege am Spiegelsbergenweg und in der Spiegelstraße.
Alle Maßnahmen des Projekts sollen bis zum 30. Juni 2028 abgeschlossen sein. Mit dem Ausbau will die Stadt die Qualität, Attraktivität und Sicherheit des Radverkehrs verbessern und zugleich den Radtourismus in der Region stärken.
Foto: Holger Wegener































