Eine nahezu in Vergessenheit geratene Künstlerin rückt in Wernigerode wieder in den Fokus: Die Kulturstiftung Wernigerode eröffnet Anfang Mai eine Ausstellung mit Werken von Marie von Alemann.
Die Präsentation in der Galerie 1530 wird am Sonntag, 3. Mai 2026, um 11 Uhr eröffnet und umfasst Malerei sowie grafische Arbeiten der Künstlerin. Begleitend ist ein Gespräch vorgesehen, das Einblicke in ihr Leben und Schaffen geben soll .
Künstlerin zwischen Metropole und Provinz
Marie von Alemann hatte in Berlin studiert und war Teil eines künstlerischen Netzwerks, das sie prägte. Nach ihrem Umzug nach Wernigerode im Jahr 1931 fehlte ihr zunächst dieser Austausch. Während sie sich anfangs mit der Kleinstadt und der Harzer Landschaft schwertat, entwickelte sie später eine engere Verbindung zu ihrer Umgebung.
Bis zu ihrem Tod im Jahr 1964 lebte und arbeitete sie in Wernigerode, blieb jedoch weitgehend unbeachtet. Nur vereinzelt wurden ihre Werke ausgestellt.
Aufwendige Sammlung für die Ausstellung
Die aktuelle Ausstellung geht auf eine Initiative der Familie von Alemann zurück. In umfangreicher Arbeit wurden Werke aus Privatbesitz in ganz Deutschland zusammengetragen. So konnte eine Sammlung von rund 80 Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen zusammengestellt werden.
Die Arbeiten zeigen das künstlerische Können und die ambitionierten Ziele der Malerin, die stilistisch in die Nähe des deutschen Impressionismus eingeordnet wird.
Einordnung in die regionale Kunstgeschichte
Mit der Ausstellung wird Marie von Alemann in den Kreis bedeutender Künstlerinnen und Künstler eingeordnet, die in den 1930er Jahren in Wernigerode wirkten. Dazu zählen unter anderem Otto Illies, Martha Jeep und Christian Hallbauer.
Ziel der Ausstellung ist es, der Künstlerin posthum mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen und ihre Bedeutung für die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts stärker herauszustellen.
Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei.





























