Die Wählergruppe im Rat hat bei ihrer Jahreshauptversammlung in Bad Lauterberg einen Wechsel an der Spitze beschlossen. Anna-Lena Richter wurde von den Mitgliedern einstimmig zur neuen Vorsitzenden gewählt.
Richter würdigte nach ihrer Wahl die Arbeit der bisherigen Vorstandsmitglieder und Mandatsträger und kündigte an, sich für weitere Veränderungen in ihrer Heimatstadt einsetzen zu wollen. Die gebürtige Bad Lauterbergerin betonte ihre enge Verbundenheit mit der Stadt und ihren Ortsteilen. Besonders wichtig sei ihr der Zusammenhalt zwischen Kernstadt und Ortsteilen sowie der Blick auf alle Generationen. Bereits in der laufenden Legislaturperiode war sie beratendes Mitglied im Ausschuss für Soziales, Jugend, Schulen, Kultur und Sport.
Auch in den weiteren Vorstandswahlen gab es Veränderungen. Der bisherige Vorsitzende Harald Liebau übernahm das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden. Schatzmeister Ulrich Bode wurde wiedergewählt. Neu in den erweiterten Vorstand rückte Björn Hille als Schriftführer nach, nachdem Martina Hahn nicht erneut kandidiert hatte. Bernd Jackisch als Pressewart und Klaus Morich als Beisitzer wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neuer Kassenprüfer ist Nico Starke.
Berichte aus Verein und Fraktion
In seinem Jahresbericht verwies Harald Liebau auf Stammtische in allen Ortsteilen, mit denen die WgiR den Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern gesucht habe. Zudem habe die Gruppe Wert auf eine intensive Pressearbeit gelegt, um die eigene Arbeit darzustellen und auf Missstände aufmerksam zu machen.
Schatzmeister Ulrich Bode berichtete von einem leicht gestiegenen Kassenbestand. Im zurückliegenden Zeitraum seien zudem zwei neue Mitglieder eingetreten. Kassenprüfer Fredi Willig bescheinigte eine ordentliche und übersichtliche Kassenführung. Im Anschluss wurden der Schatzmeister und der gesamte Vorstand einstimmig entlastet.
Kritik an Haushalt und Stadtentwicklung
Breiten Raum nahm in der Versammlung der Bericht des Fraktionsvorsitzenden Volker Hahn ein. Dabei ging es unter anderem um die angespannte Haushaltslage der Stadt. Die WgiR sieht im beschlossenen Doppelhaushalt keinen Vorteil und kritisiert, dass bereits ein zweiter Nachtragshaushalt nötig werde.
Kritisch bewertet die Gruppe auch einzelne Großprojekte der Stadt. Genannt wurden unter anderem der Straßenausbau Am Scholben und die Planungen für den neuen Bauhof. Nach Auffassung der WgiR fehlt dabei ein übergreifender Blick auf die Stadtentwicklung. Die Fraktion warnte davor, Bad Lauterberg mit einzelnen, aus ihrer Sicht überdimensionierten Projekten für die Zukunft aufstellen zu wollen, ohne klare Schwerpunkte zu setzen.
Ein weiteres Thema waren die geplanten Bauvorhaben im Bereich der erneuerbaren Energien, die vor allem die Ortsteile betreffen. Die WgiR wirft der Verwaltung vor, Ortsräte und Anwohner zu spät informiert zu haben. Auch Osterhagens Ortsbürgermeister Thomas Mundt äußerte Kritik und verwies auf die Planungen für den ehemaligen Sportplatz in Osterhagen, bei denen der Ortsrat aus seiner Sicht früher hätte einbezogen werden müssen.
Foto: Bernd Jackisch





























