Die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) investieren in die langfristige Sicherung ihres Streckennetzes und sanieren ein zentrales Viadukt bei Ilfeld. Das Bauwerk ist ein wichtiger Bestandteil der Harzquerbahn und soll durch die Maßnahmen für mindestens weitere 50 Jahre betriebsfähig bleiben.
Bereits seit März ist der Streckenabschnitt zwischen Ilfeld Neanderklinik und Eisfelder Talmühle für den Zugverkehr gesperrt. Um die Mobilität dennoch sicherzustellen, wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Nach ersten vorbereitenden Arbeiten wie Vegetationsrückschnitten beginnen in diesen Tagen weitere Maßnahmen zur Vorbereitung der eigentlichen Bauphase, die Ende April starten soll.
Sanierung sichert langfristigen Betrieb
Die Arbeiten werden finanziell vom Freistaat Thüringen unterstützt. Ziel ist es, den sicheren Betrieb des Viadukts langfristig zu gewährleisten. Das Bauwerk überquert die Bere in unmittelbarer Nähe zur Bundesstraße 4 und nimmt eine wichtige Rolle im Streckennetz der HSB ein. Auch auf politischer Ebene wurde das Projekt begleitet: Der Nordhäuser Landrat Matthias Jendricke hatte sich für die Umsetzung eingesetzt.
Historisches Bauwerk mit besonderer Konstruktion
Das heutige Viadukt stammt aus den Jahren 1948 bis 1949. Es wurde errichtet, nachdem ein Hochwasser das ursprüngliche Bauwerk zerstört hatte. Trotz der umfassenden Sanierung bleibt das charakteristische Erscheinungsbild erhalten. Prägend sind die massiven Granitpfeiler sowie die Stahlbetonbögen mit aufgesetzter Betonkappe.
Wiederaufnahme des Bahnverkehrs geplant
Die Wiederaufnahme des Zugverkehrs ist für den 1. September vorgesehen. Restarbeiten sollen zwar noch bis in den Herbst andauern, den Bahnverkehr jedoch nicht weiter beeinträchtigen. Auch für den Straßenverkehr auf der Bundesstraße 4 sind lediglich geringe Einschränkungen wie zeitweise Tempolimits oder Ampelregelungen zu erwarten.
Mit der Sanierung stellt die HSB eine weitere Weiche für einen zuverlässigen und nachhaltigen Betrieb ihrer traditionsreichen Bahnstrecken im Harz.
Foto: Dirk Bahnsen




























