Die Stadt Goslar richtet im Stadtteil Ohlhof ab Donnerstag, 9. April, probeweise eine Tempo-30-Zone in den Straßen Ohlhofbreite und Kurt-Schumacher-Allee ein. Mit der Maßnahme sollen die Verkehrssicherheit erhöht und die Wohnqualität im Quartier verbessert werden.
Innerhalb der neuen Zone wird zugleich die Vorfahrt an den Einmündungen geändert. Künftig gilt dort grundsätzlich rechts vor links. Unverändert bleibt die Regelung an Einmündungen zu verkehrsberuhigten Bereichen. Die Stadt bittet Verkehrsteilnehmer insbesondere in der Anfangszeit um erhöhte Aufmerksamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme.
Die Tempo-30-Zone ist zunächst für sechs Monate vorgesehen. In dieser Zeit will die Stadt mit regelmäßigen statistischen Erhebungen prüfen, wie sich die Maßnahme auswirkt. Auf ahndungsfähige Geschwindigkeitsmessungen wird nach Angaben der Verwaltung bewusst verzichtet. Ziel ist es, das sogenannte V85-Niveau auf maximal 36 Stundenkilometer zu senken. Gemeint ist damit die Geschwindigkeit, die von 85 Prozent der Verkehrsteilnehmenden nicht überschritten wird. Wird dieser Wert erreicht, könnte die Tempo-30-Zone dauerhaft bestehen bleiben.
Rückhalt gibt es dafür nach Angaben der Stadt bereits seit dem vergangenen Jahr. Damals hatten 238 Einwohnerinnen und Einwohner aus Ohlhof eine Unterschriftenliste für eine Verkehrsberuhigung unterstützt. Auch der Stadtteilverein Ohlhof und der Rat der Stadt Goslar tragen das Vorhaben mit. Zuvor hatten die zuständigen Stellen, darunter Straßenverkehrsbehörde, Polizei und Straßenbaulastträger, die Maßnahme geprüft. Außerdem hatte der Rat entschieden, die betroffenen Straßen aus dem Vorbehaltsnetz zu entlassen.
Mit der Testphase verbindet die Stadt die Hoffnung auf mehr Sicherheit und Lebensqualität, besonders für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie für Radfahrende.




























