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Jun­ge Uni­on will Taxi-För­der­pro­gramm für jun­ge Men­schen neu auf­le­gen

Die Jun­ge Uni­on Sach­sen-Anhalt for­dert die Wie­der­ein­füh­rung des För­der­pro­gramms Fif­ty-Fif­ty-Taxi. Ein ent­spre­chen­der Beschluss wur­de auf Initia­ti­ve des Kreis­ver­ban­des Alt­mark­kreis Salz­we­del vom Sach­sen-Anhalt-Rat gefasst. Ziel ist es, jun­gen Men­schen vor allem in den Abend- und Nacht­stun­den wie­der eine siche­re und bezahl­ba­re Heim­fahrt zu ermög­li­chen.

Nach Vor­stel­lung der Jun­gen Uni­on soll eine Neu­auf­la­ge vor allem digi­tal orga­ni­siert wer­den. Lan­des­chef Nico Els­ner drängt auf eine ein­fa­che und lan­des­weit ein­heit­li­che Lösung per App. Ande­re Bun­des­län­der zeig­ten bereits, dass sol­che Model­le funk­tio­nie­ren. Aus Sicht der Jun­gen Uni­on ist das eine Vor­aus­set­zung dafür, dass das Ange­bot von der jun­gen Ziel­grup­pe tat­säch­lich ange­nom­men wird.

Die Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on wer­tet das Ende des Pro­gramms als Fehl­ent­schei­dung. Rück­läu­fi­ge Nut­zer­zah­len sei­en kein Beleg für feh­len­den Bedarf, son­dern vor allem die Fol­ge unzu­rei­chen­der Wer­bung. Statt das Ange­bot aus­lau­fen zu las­sen, brau­che es nach ihrer Ein­schät­zung eine bes­se­re Anspra­che, eine zeit­ge­mä­ße tech­ni­sche Umset­zung und eine moder­ni­sier­te Struk­tur.

Sicher­heit, Mobi­li­tät und länd­li­cher Raum

Nach dem Beschluss soll das Fif­ty-Fif­ty-Taxi lan­des­weit ein­heit­lich und nied­rig­schwel­lig aus­ge­stal­tet wer­den. Im Blick ste­hen ins­be­son­de­re jun­ge Men­schen zwi­schen 16 und 26 Jah­ren, die abends, nachts und in Rand­zei­ten nur ein­ge­schränkt auf den öffent­li­chen Nah­ver­kehr zurück­grei­fen kön­nen. Vor­ge­se­hen ist, das Ange­bot vor allem an Wochen­en­den sowie vor Fei­er­ta­gen nutz­bar zu machen.

Die Jun­ge Uni­on ver­weist dabei auf meh­re­re Zie­le zugleich: mehr Ver­kehrs­si­cher­heit, mehr inne­re Sicher­heit und bes­se­re Mobi­li­tät im länd­li­chen Raum. Gera­de außer­halb der Städ­te fehl­ten nachts oft ver­läss­li­che Ver­kehrs­an­ge­bo­te. Das Taxi-Pro­gramm kön­ne dort eine Lücke schlie­ßen und zugleich gesell­schaft­li­che Teil­ha­be erleich­tern, heißt es von der JU Alt­mark­kreis Salz­we­del.

Neben digi­ta­len Tickets schlägt die Jun­ge Uni­on auch eine moder­ni­sier­te Gut­schein­struk­tur vor. Zusätz­lich zu den bis­he­ri­gen klei­ne­ren Ticket­wer­ten sol­len dem­nach auch höher­wer­ti­ge Gut­schei­ne ein­ge­führt wer­den, um die Abwick­lung für Nut­zer und Taxi­un­ter­neh­men zu ver­ein­fa­chen. Die Finan­zie­rung des Pro­gramms sei über­schau­bar und ste­he in einem guten Ver­hält­nis zum prä­ven­ti­ven Nut­zen, betont die Orga­ni­sa­ti­on.

Nach Anga­ben der Jun­gen Uni­on wur­de das Anlie­gen inzwi­schen sowohl an das Innen­mi­nis­te­ri­um des Lan­des als auch an die CDU-Land­tags­frak­ti­on her­an­ge­tra­gen. Dort wirbt die Orga­ni­sa­ti­on für eine zügi­ge Prü­fung und Umset­zung.

Foto: Tobi­as Koch; CDU

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