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Neue Publi­ka­ti­on beleuch­tet Schick­sal eines Bad Harz­bur­ger NS-Opfers

Ein neu­es Buch des Bad Harz­bur­ger His­to­ri­kers Mar­kus Weber wid­met sich dem Leben und der Ver­fol­gung des Zeu­gen Jeho­vas Arno Stoy wäh­rend der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus. Der Band ist als Teil der Rei­he „Harz-For­schun­gen“ erschie­nen und wird am 24. März 2026 in der Wan­del­hal­le im Bade­park Bad Harz­burg erst­mals öffent­lich vor­ge­stellt.

Im Mit­tel­punkt der Ver­öf­fent­li­chung steht das Schick­sal des Unter­neh­mers Arno Stoy, der auf­grund sei­nes Glau­bens ver­folgt wur­de und 1940 im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Sach­sen­hau­sen starb. Die Buch­prä­sen­ta­ti­on erfolgt in Zusam­men­ar­beit mit dem Harz­bur­ger Geschichts­ver­ein. Dabei wird der Autor auch einen Vor­trag zur Ver­fol­gung Stoys hal­ten.

Doku­men­te und per­sön­li­che Brie­fe als Grund­la­ge

Die Dar­stel­lung basiert auf umfang­rei­chen Recher­chen in ver­schie­de­nen Archi­ven. Ergänzt wird sie durch Schrift­wech­sel Stoys mit staat­li­chen Stel­len, in denen er sich für sei­ne Rech­te ein­setz­te. Beson­ders ein­drück­lich sind per­sön­li­che Brie­fe aus der Haft und aus dem Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger, die von der Fami­lie zur Ver­fü­gung gestellt wur­den. Sie zeich­nen das Bild eines Men­schen, der trotz mas­si­ver Repres­sio­nen an sei­nen Über­zeu­gun­gen fest­hielt.

Die Maß­nah­men gegen Stoy – von behörd­li­chen Schi­ka­nen bis hin zu Ver­fol­gung durch Gesta­po, SA und Jus­tiz – las­sen sich detail­liert nach­voll­zie­hen. Gleich­zei­tig rückt das Buch die Zeu­gen Jeho­vas als früh ver­folg­te und wider­stän­di­ge Grup­pe im Natio­nal­so­zia­lis­mus stär­ker in den Fokus.

Schwie­ri­ge Aner­ken­nung nach 1945

Auch die Zeit nach dem Ende der NS-Dik­ta­tur wird the­ma­ti­siert. Trotz der erlit­te­nen Ver­fol­gung hat­te Stoys Fami­lie lan­ge Schwie­rig­kei­ten, als Opfer aner­kannt zu wer­den und Ent­schä­di­gun­gen zu erhal­ten. Das Werk ver­steht sich daher auch als Bei­trag zur Erin­ne­rungs­kul­tur und als Plä­doy­er für die Aner­ken­nung bis­lang wenig beach­te­ter Opfer­grup­pen.

Autor mit lang­jäh­ri­ger Erfah­rung in der Bil­dungs­ar­beit

Mar­kus Weber stu­dier­te Katho­li­sche Theo­lo­gie sowie Geschich­te und war vie­le Jah­re als Leh­rer am Nie­der­säch­si­schen Inter­nats­gym­na­si­um Bad Harz­burg tätig. Zudem enga­gier­te er sich in der Gedenk­stät­te der JVA Wol­fen­büt­tel und ist seit Jah­ren ehren­amt­lich in der regio­na­len Geschichts­ar­beit aktiv. Zahl­rei­che Ver­öf­fent­li­chun­gen zur Regio­nal- und jüdi­schen Geschich­te stam­men aus sei­ner Feder.

Die Ver­öf­fent­li­chung wur­de durch meh­re­re Insti­tu­tio­nen und Ver­ei­ne finan­zi­ell unter­stützt, dar­un­ter der Harz­bur­ger Geschichts­ver­ein, die Bad Harz­burg-Stif­tung, die Arnold-Liebs­ter-Stif­tung und der Ver­ein Spu­ren­su­che Harz­re­gi­on.

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