Der Kirchenkreis Harzer Land hat bei seiner jüngsten Synodensitzung personelle Veränderungen, die Arbeit der Notfallseelsorge und künftige Schwerpunkte beraten. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie kirchliche Angebote auch unter veränderten Rahmenbedingungen nah an den Menschen bleiben können.
Vorgestellt wurde unter anderem Tobias Grote, der seit Kurzem als Kirchenamtsleiter arbeitet. Zuvor war er bei der Deutschen Rentenversicherung und in der Verwaltung des Landkreises Northeim in leitender Funktion tätig. Nach seinen ersten Wochen im neuen Amt zog er das Fazit, dass sich viele Themen in der Kirche und in der Kommunalverwaltung ähneln, auch wenn die kirchliche Verwaltung ihre eigenen Abkürzungen mitbringt.
Notfallseelsorge als wichtige Stütze
Breiten Raum nahm auch die Vorstellung der Notfallseelsorge ein. Elisabeth Hille und Horst Reinecke machten deutlich, dass die Einsätze häufig nicht nach Unfällen, sondern bei Todesfällen im häuslichen Umfeld stattfinden. Wenn die Todesursache unklar ist und die Polizei eingeschaltet werden muss, begleitet die Notfallseelsorge Angehörige in einer besonders belastenden Situation. Anhand anonymisierter Beispiele schilderten sie, wie wichtig diese Unterstützung sein kann und dass manche Betroffene sich noch lange nach dem Einsatz dafür bedanken.
Beschlüsse zu Stellen und Baupflege
Auch mehrere Anträge standen auf der Tagesordnung. Eine Musikerstelle für Bad Sachsa wurde einstimmig abgelehnt, weil die künftige Ausrichtung der Stelle ohnehin neu betrachtet werden soll. Zustimmung erhielt dagegen eine Eingabe an die Landessynode für eine zusätzliche Stelle beim Amt für Bau- und Kunstpflege. Damit soll die anfallende Arbeit zügiger erledigt werden können, ohne regelmäßig externe Architekten beauftragen zu müssen.
Klimaschutz und neue Schwerpunkte
Für den Umweltausschuss warb Rainer Bremer dafür, Klimaschutz in allen Gemeinden als festen Auftrag zu verstehen. Energiesparmaßnahmen seien nicht nur ein Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll. Ein entsprechendes Strategiepapier steht kurz vor der Fertigstellung und soll bald in der Synode vorgestellt werden. Zugleich blickten Superintendentin Ulrike Schimmelpfeng und Pastor Jörg Uwe Pehle zufrieden auf die Vesperkirche im Januar zurück und kündigten den Kirchenkreisempfang im Juni an, bei dem die Diakonie im Mittelpunkt stehen soll.
Kirche bleibt vor Ort ansprechbar
Zum Abschluss unterstrich die Synode, dass Kirche trotz aller Strukturveränderungen verlässlich erreichbar bleibt. Nach den Worten der Superintendentin gibt es in jeder Gemeinde weiterhin eine ansprechbare Pfarrperson. Die Sitzung machte damit deutlich, dass kirchliche Präsenz nicht nur in akuten Notlagen gefragt ist, sondern ebenso in Gesprächen, Veranstaltungen und seelsorgerischer Begleitung im Alltag.




























