Der Harz zählt zu den beliebtesten Urlaubsregionen Deutschlands. Doch mit steigenden Besucherzahlen häufen sich auch Berichte über Trickbetrug. Kriminelle nutzen touristische Hotspots ebenso wie die Verunsicherung älterer Menschen in den Städten der Region aus.
Betroffen sind sowohl Wanderer als auch Einheimische. Die Maschen reichen von vorgetäuschten Notlagen auf abgelegenen Wegen bis zu betrügerischen Telefonanrufen.
Betrugsmaschen auf Wanderwegen und Parkplätzen
Auf wenig frequentierten Strecken sprechen Täter gezielt Einzelpersonen an und schildern eine angebliche Notlage – etwa ein verlorenes Portemonnaie oder ein liegengebliebenes Fahrzeug. Sie bitten um Bargeld für Benzin oder ein Zugticket und versprechen eine spätere Rücküberweisung. In den bekannten Fällen blieb diese aus.
Auch an stark besuchten Ausgangspunkten wie Torfhaus oder Schierke treten immer wieder Personen auf, die sich als offizielle Parkeinweiser ausgeben. Sie verlangen Barzahlungen, obwohl Parkgebühren ausschließlich über Automaten oder ausgewiesene Betreiber erhoben werden.
Schockanrufe und falsche Polizeibeamte
In Städten wie Goslar, Wernigerode oder Nordhausen berichten Behörden zudem von sogenannten Schockanrufen. Dabei geben sich Betrüger am Telefon als Polizeibeamte aus und behaupten, ein Angehöriger habe einen schweren Unfall verursacht. Ziel ist es, insbesondere ältere Menschen zur Übergabe größerer Geldbeträge zu bewegen.
Gefälschte Ferienunterkünfte
Bereits vor Reiseantritt können Urlauber in eine Falle geraten. Auf Online-Portalen werden vermeintlich günstige Ferienhäuser oder Blockhütten im Oberharz angeboten. Nach einer Anzahlung bricht der Kontakt ab, die angegebene Adresse existiert häufig nicht.
Woran sich Betrug erkennen lässt
Typische Warnsignale sind hoher Zeitdruck, ungewöhnliche Zahlungswege oder Angebote, die deutlich unter dem marktüblichen Preis liegen. Behörden weisen darauf hin, dass echte Polizeibeamte oder Mitarbeitende von Forst und Verwaltung niemals Bargeld auf der Straße oder an der Haustür verlangen.
Im Verdachtsfall sollte keine Zahlung erfolgen und umgehend die Polizei unter der Notrufnummer 110 informiert werden. Die Sicherheitsbehörden im Harz sind mit den beschriebenen Vorgehensweisen vertraut.
Trotz einzelner Vorfälle gilt der Harz weiterhin als sichere Urlaubsregion. Aufmerksamkeit und eine gesunde Skepsis tragen dazu bei, dass Ausflüge und Aufenthalte unbeschwert bleiben.






























