Wernigerode ist aktuell Schauplatz eines Treffens der Landräte, bei dem zentrale Herausforderungen der Kommunen im Mittelpunkt stehen. Die politische Agenda reicht von der angespannten Finanzlage vieler Landkreise über Fragen der Digitalisierung bis hin zur Migration und den Folgen des Strukturwandels.
Finanzlage vieler Landkreise spitzt sich zu
Die kommunalen Haushalte geraten zunehmend unter Druck. Während die Aufgaben stetig wachsen, vergrößern sich vielerorts die Finanzierungslücken. Die Landräte fordern eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung durch Bund und Länder, insbesondere bei der Übernahme von Sozialausgaben.
Ohne zusätzliche Mittel drohen Einschnitte bei freiwilligen Leistungen wie Kulturangeboten, Sportförderung oder dem öffentlichen Nahverkehr. In den Beratungen wird deutlich, dass viele Kreise bei der Haushaltsaufstellung an ihre Grenzen stoßen.
Migration und Integration als Daueraufgabe
Ein weiteres zentrales Thema ist die Unterbringung und Integration von Geflüchteten. Diskutiert werden der Bedarf an zusätzlichem Wohnraum sowie eine stärkere Digitalisierung der Verwaltungsprozesse, um Verfahren zu beschleunigen.
Zugleich wird eine klarere Steuerung der Zuwanderung gefordert, um die kommunalen Kapazitäten nicht weiter zu überlasten. Die Landräte sehen die kommunale Ebene bei der praktischen Umsetzung vielfach allein gelassen.
Strukturwandel im ländlichen Raum
Gerade ländlich geprägte Regionen stehen vor besonderen Herausforderungen. Der Ausbau des Glasfasernetzes, die Sicherung der medizinischen Versorgung und neue Mobilitätskonzepte jenseits klassischer Buslinien zählen zu den diskutierten Schwerpunkten.
Wernigerode als Tagungsort steht dabei sinnbildlich für viele Regionen zwischen touristischer Attraktivität und demografischem Wandel. Ziel des Treffens ist es, mit einer gemeinsamen Position gegenüber der Landesregierung aufzutreten und konkrete Verbesserungen einzufordern.





























