Der geplante Aufbau eines Karrierecamps der Bundeswehr auf der Brockenspitze beschäftigt nun auch den Bundestag. Hintergrund ist eine schriftliche Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Lisa Paus an das Verteidigungsministerium, nachdem Kritik an der Veranstaltung im Nationalpark Harz laut geworden war. Das geht aus einer Pressemitteilung von Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband Goslar, vom 19. Februar 2026 hervor .
In seiner Antwort bestätigt das Verteidigungsministerium demnach, dass das Naturschutzrecht auch für das Bundeswehr-Karrierecenter gilt. Zur Frage, ob Hubschrauberflüge in der Kernzone des Nationalparks während der Brut- und Setzzeit mit den Schutzzielen vereinbar seien, äußerte sich das Ministerium jedoch zurückhaltend. Die entsprechenden Planungen befänden sich noch in der Prüfung. Auch zu weiteren Aspekten, etwa dem konkreten Veranstaltungsort, seien nur knappe Angaben gemacht worden .
Kritik an unzureichender Prüfung von Naturschutzfragen
Die Grünen im Landkreis Goslar sehen sich durch die Antworten in ihrer Kritik bestätigt. Nach Einschätzung der Clausthaler Kreissprecherin Mareike Niebuhr seien Naturschutzfragen in der Planungsphase offenbar nicht ausreichend berücksichtigt worden. Der Kreisverband bekräftigt seinen ablehnenden Standpunkt gegenüber einer Durchführung des Bundeswehr-Events auf der Brockenspitze und verweist auf den eigenen Anspruch an konsequenten Umwelt- und Naturschutz .
Auch der Kreistagsabgeordnete und Co-Sprecher der Landkreis-Grünen, Mathias Schlawitz, begrüßt, dass das Thema inzwischen auf Bundesebene diskutiert wird.
Forderung nach alternativen Standorten
Unterstützung kommt zudem aus dem Bundestag. Die zuständige Abgeordnete Karoline Otte kritisiert die Idee, ein Rekrutierungscamp in einem besonders sensiblen Bereich des Nationalparks während einer geschützten Zeit für Tiere und Vögel zu veranstalten. Der Nationalpark habe alternative Standorte vorgeschlagen, deren Prüfung aus ihrer Sicht naheliege .
Abschließend warnt Niebuhr, dass ein Festhalten an den bisherigen Planungen dem Ansehen der Bundeswehr schaden könne. Eine sachliche Klärung und gegebenenfalls eine Verlagerung des Camps lägen daher auch im Interesse der Truppe .




























