Anzeige

Wal­ter-Bau­er-Abend im Gleim­haus erin­nert an fast ver­ges­se­nen Autor

Das Gleim­haus in Hal­ber­stadt lädt am 11. März 2026 um 19.30 Uhr zu einem Wal­ter-Bau­er-Abend unter dem Titel „Trei­ben­de Unru­he“ ein. Im Mit­tel­punkt steht das Leben und Werk des 1904 in Mer­se­burg gebo­re­nen und 1976 in Toron­to ver­stor­be­nen Schrift­stel­lers Wal­ter Bau­er .

Bau­er galt in den 1930er Jah­ren als bedeu­ten­de Stim­me der deutsch­spra­chi­gen Lite­ra­tur. Mit sei­nem Buch „Stim­me aus dem Leu­na­werk“, das 1930 im Ber­li­ner Malik-Ver­lag erschien, wur­de er schlag­ar­tig bekannt . Zeit­ge­nos­sen wie Tuchol­sky, Hes­se und Wer­fel wür­dig­ten sein Werk, Ste­fan Zweig zähl­te zu sei­nen Freun­den .

Erfolg, Exil und Ver­ges­sen

Nach dem Zwei­ten Welt­krieg kehr­te Bau­er nicht in sei­ne mit­tel­deut­sche Hei­mat zurück. In West­deutsch­land war er als Hör­spiel­au­tor erfolg­reich, enga­gier­te sich als Schatz­meis­ter des deut­schen PEN und war Mit­glied der Deut­schen Aka­de­mie für Spra­che und Dich­tung . 1952 wan­der­te er jedoch nach Kana­da aus. Dort schrieb er wei­ter­hin auf Deutsch, blieb jedoch in sei­ner neu­en Hei­mat weit­ge­hend unbe­kannt .

Sowohl in der Bun­des­re­pu­blik als auch in der DDR geriet Bau­er zuneh­mend in Ver­ges­sen­heit, obwohl sein Werk mehr als 90 Bücher sowie zahl­rei­che Hör­spie­le, Essays und Arti­kel umfasst . Erst nach der Wen­de begann eine inten­si­ve­re Aus­ein­an­der­set­zung mit sei­nem lite­ra­ri­schen Erbe .

Gedächt­nis­jahr mit zahl­rei­chen Ver­an­stal­tun­gen

Zum 50. Todes­tag wur­de durch Nach­lass­ver­wal­ter Jür­gen Jan­kof­sky ein Wal­ter-Bau­er-Gedächt­nis­jahr initi­iert . Dar­an betei­li­gen sich zahl­rei­che Part­ner, dar­un­ter die Städ­te Mer­se­burg und Leu­na, der Saa­le­kreis sowie das Land Sach­sen-Anhalt . Auch in Hal­ber­stadt ist eine Ver­an­stal­tung Teil die­ses Pro­gramms.

Im Gleim­haus lesen Jür­gen Jan­kof­sky und der Wal­ter-Bau­er-Sti­pen­di­at Moritz Ben­se aus­ge­wähl­te Tex­te. Zudem wer­den his­to­ri­sche Ton­auf­nah­men aus Lesun­gen Bau­ers aus den 1950er- und 1960er-Jah­ren prä­sen­tiert . Der Ein­tritt ist frei.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige