Der Kreisverband Goslar von Bündnis 90/Die Grünen unterstützt die Forderung des Nationalparks Harz, das geplante Karrierecamp der Bundeswehr im Mai nicht auf der Brockenkuppe stattfinden zu lassen. Stattdessen solle ein alternativer Standort außerhalb der Nationalparkkernzone geprüft werden. Nach Auffassung der Grünen steht der Schutz der sensiblen Naturflächen auf dem Brocken im Vordergrund.
Geplant ist ein 14-tägiges Karrierecamp der Bundeswehr mit Zelten, Informationsständen sowie dem Einsatz schwerer Fahrzeuge. Hinzu kämen Hubschrauberlandungen und Tiefflüge. Nach Einschätzung des Kreisverbands würde dies die empfindliche Flora und Fauna in der Kernzone des Nationalparks erheblich beeinträchtigen, insbesondere während der Brut- und Setzzeit.
Naturschutz hat Vorrang
Der Kreissprecher des Kreisverbands, Mathias Schlawitz, betont, dass die Bundeswehr grundsätzlich in die Mitte der Gesellschaft gehöre und neue Wege der Öffentlichkeitsarbeit zu begrüßen seien. In einem Nationalpark müsse jedoch der Naturschutz Vorrang vor anderen Interessen haben. Ein Ort wie der Brocken mit seinen vielen Besucherinnen und Besuchern sei zwar öffentlichkeitswirksam, aus ökologischer Sicht aber ungeeignet.
Auch die Kreissprecherin Mareike Niebuhr aus dem Oberharz verweist auf die besondere Schutzwürdigkeit des Gebiets. Auf- und Abbauarbeiten auf sensiblen Flächen sowie Lärm durch Fahrzeuge und Hubschrauber seien mit den Zielen einer Nationalparkkernzone nicht vereinbar. Zudem nehme der Nationalpark nur einen sehr kleinen Teil der Gesamtfläche Deutschlands ein und erfülle eine besondere Schutzfunktion.
Alternative Standorte gefordert
Die Grünen verweisen darauf, dass die Nationalparkverwaltung Harz bereits Alternativstandorte ins Gespräch gebracht habe. In der Diskussion um einen geeigneten Ort solle der fachlichen Einschätzung der Nationalparkverwaltung vertraut werden. Ziel sei es, die Debatte zu versachlichen und eine Lösung zu finden, die sowohl dem Naturschutz als auch den Interessen der Öffentlichkeit gerecht werde.
Der Kreisverband appelliert daher an die Verantwortlichen, die bisherigen Planungen zu überdenken und den vorgeschlagenen Alternativstandort ernsthaft zu prüfen.





























