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Oster­oder Gedenk­ta­ge set­zen star­kes Zei­chen für Demo­kra­tie und Men­schen­rech­te

Die Oster­oder Gedenk­ta­ge 2026 sind mit gro­ßer Reso­nanz zu Ende gegan­gen. Vom 22. bis 30. Janu­ar setz­te die Stadt Oster­ode am Harz unter dem Leit­ge­dan­ken „Men­schen­rech­te und Demo­kra­tie schüt­zen“ ein deut­li­ches Zei­chen gegen Extre­mis­mus und für eine leben­di­ge Erin­ne­rungs­kul­tur. Die zwei­te Auf­la­ge der Ver­an­stal­tungs­rei­he knüpf­te damit erfolg­reich an die Pre­mie­re im Vor­jahr an.

Orga­ni­siert wur­den die Gedenk­ta­ge gemein­sam von der Stadt Oster­ode am Harz, der Initia­ti­ve Omas gegen Rechts, der Hanns-Lil­je-Stif­tung sowie dem Kir­chen­kreis Har­zer Land. Das viel­fäl­ti­ge Pro­gramm ver­band Infor­ma­ti­on, kul­tu­rel­le Bei­trä­ge und gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment. Zahl­rei­che Bür­ge­rin­nen und Bür­ger nutz­ten die Ange­bo­te, um sich mit der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ver­gan­gen­heit, deren Aus­wir­kun­gen bis in die Gegen­wart und der Ver­ant­wor­tung für die Zukunft aus­ein­an­der­zu­set­zen.

Auf­takt mit Schu­len und kul­tu­rel­len Akzen­ten

Den Beginn bil­de­te eine lite­ra­risch-musi­ka­li­sche Ver­an­stal­tung an den Berufs­bil­den­den Schu­len II. Schü­le­rin­nen und Schü­ler setz­ten sich dort mit der Unan­tast­bar­keit der Men­schen­wür­de aus­ein­an­der. Wei­te­re kul­tu­rel­le Akzen­te folg­ten mit einem öffent­li­chen Gedenk­kon­zert des Klez­mer-Pro­jekt-Orches­ters aus Göt­tin­gen sowie einem Gedenk- und Mut­mach-Got­tes­dienst in der St.-Aegidien-Marktkirche.

Ein beson­de­rer Schwer­punkt lag auch in die­sem Jahr auf der Erin­ne­rungs­ar­beit an Schu­len. Neben den Berufs­bil­den­den Schu­len II betei­lig­te sich das Til­man-Rie­men­schnei­der-Gym­na­si­um mit einer Lesung aus Wer­ken der Dich­te­rin Sel­ma Mer­baum. Damit wur­de an eine jun­ge lite­ra­ri­sche Stim­me erin­nert, die durch den Natio­nal­so­zia­lis­mus zum Schwei­gen gebracht wur­de.

Zen­tra­le Kund­ge­bung am 27. Janu­ar

Im Mit­tel­punkt der Gedenk­ta­ge stand erneut der 27. Janu­ar, der Inter­na­tio­na­le Tag des Geden­kens an die Opfer des Holo­caust. Zur zen­tra­len Kund­ge­bung auf dem Korn­markt kamen zahl­rei­che Men­schen zusam­men, um der Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus zu geden­ken und ein Zei­chen für Men­schen­wür­de, Zusam­men­halt und demo­kra­ti­sche Wer­te zu set­zen. Das Läu­ten der Ster­be­glo­cke der St.-Aegidien-Marktkirche ver­lieh der Gedenk­stun­de eine ein­dring­li­che Atmo­sphä­re. Musi­ka­lisch beglei­tet wur­de die Ver­an­stal­tung von Richard Cha­jek, bekannt als Richie Gui­tar.

In ihren Rede­bei­trä­gen erin­ner­ten Bür­ger­meis­ter Jens Augat, Pas­tor Johann-Hin­rich Wit­zel, Super­in­ten­den­tin Ulri­ke Schim­mel­p­feng sowie Bri­git­te Mania­tis für die Initia­ti­ve Omas gegen Rechts an die Ver­ant­wor­tung der heu­ti­gen Gesell­schaft. Sie rie­fen zu Wach­sam­keit, Hal­tung und akti­vem Ein­tre­ten für Demo­kra­tie und Men­schen­rech­te auf.

Erin­ne­rung über die Ver­an­stal­tun­gen hin­aus

Als sicht­ba­res Zei­chen des Geden­kens ver­teil­ten die Omas gegen Rechts Ker­zen­lich­ter an die Teil­neh­men­den. Die­se soll­ten die Bot­schaft der Gedenk­ta­ge über den Moment hin­aus in den All­tag tra­gen. Den Abschluss der Ver­an­stal­tungs­rei­he bil­de­te ein his­to­ri­scher Vor­trag in der Stadt­bi­blio­thek Oster­ode am Harz, der das Schick­sal eines Opfers der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen „Eutha­na­sie“ mit loka­lem Bezug beleuch­te­te.

Dar­über hin­aus bekann­ten sich zahl­rei­che Unter­neh­men, Ver­ei­ne und Insti­tu­tio­nen öffent­lich zur Oster­oder Erklä­rung. Auf der städ­ti­schen Inter­net­sei­te set­zen sie ein sicht­ba­res Zei­chen für Demo­kra­tie, Men­schen­rech­te und gegen Extre­mis­mus. Die­ses brei­te Enga­ge­ment ver­deut­licht, dass die Erin­ne­rungs­kul­tur in Oster­ode am Harz von vie­len Akteu­rin­nen und Akteu­ren getra­gen wird.

Die Stadt bedankt sich gemein­sam mit allen Part­ne­rin­nen und Part­nern bei den Mit­wir­ken­den, Refe­rie­ren­den und den zahl­rei­chen Teil­neh­men­den. Die Oster­oder Gedenk­ta­ge 2026 haben gezeigt, dass Erin­ne­rung nicht nur Rück­blick ist, son­dern ein Auf­trag für Gegen­wart und Zukunft.

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