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Harz­mu­se­um lädt zum Vor­trag über Schul­di­rek­tor Paul Regens­bur­ger

Das Harz­mu­se­um Wer­ni­ge­ro­de lädt am Mitt­woch, den 18. Febru­ar 2026, um 18 Uhr zu einem Vor­trag im Rah­men der aktu­el­len Son­der­aus­stel­lung „Wer­ni­ge­ro­de macht Schu­le. Bil­dungs­or­te im Wan­del der Zeit“ ein. Ver­an­stal­tungs­ort ist die Rats­waa­ge im his­to­ri­schen Rat­haus. Im Mit­tel­punkt des Abends steht der frü­he­re Schul­di­rek­tor Paul Regens­bur­ger, des­sen päd­ago­gi­sche Ansät­ze bis heu­te Auf­merk­sam­keit ver­die­nen.

Ein Leben für Reform und Bil­dung

Der Vor­trag wird von Peter Leh­mann gehal­ten, der für sei­ne fun­dier­ten lokal­ge­schicht­li­chen Recher­chen bekannt ist. In Wer­ni­ge­ro­de forsch­te er unter ande­rem zu jüdi­schen Fami­li­en und zu Oberst Gus­tav Petri. Nun wid­met er sich der Lebens­leis­tung Paul Regens­bur­gers (1877–1942), der 1907 aus dem frän­ki­schen Fürth nach Wer­ni­ge­ro­de kam und dort bis 1933 das Fürs­tin-Anna-Lyze­um lei­te­te – heu­te Lan­des­mu­sik­gym­na­si­um. Wäh­rend des Ers­ten Welt­kriegs dien­te Regens­bur­ger als Front­sol­dat, kehr­te aber in den Schul­dienst zurück, ehe er von den Natio­nal­so­zia­lis­ten aus dem Amt gedrängt wur­de.

Bil­dungs­idea­le der Wei­ma­rer Repu­blik

Regens­bur­ger, pro­mo­viert in Che­mie und Phy­sik, ver­folg­te fort­schritt­li­che Vor­stel­lun­gen von Schu­le und Bil­dung. Unter dem Leit­satz „…Ler­nen, die Wahr­heit in der Welt zu för­dern“ for­der­te er unter ande­rem die Koedu­ka­ti­on, eine leis­tungs- und bega­bungs­ori­en­tier­te Schul­form ohne Stan­des­un­ter­schie­de, freie Lehr­mit­tel­aus­wahl und umfas­sen­de Bil­dung für Mäd­chen und Frau­en – auch für Tätig­kei­ten in Werk­stät­ten, auf Äckern oder in Amts­stu­ben. Sein reform­päd­ago­gi­sches Den­ken galt in der Zeit der Wei­ma­rer Repu­blik als weg­wei­send.

Der Ein­tritt zum Vor­trag ist frei.

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