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Zwi­schen Digi­tal­bild und Tier­prä­pa­rat: Die Kraft des Ori­gi­nals erle­ben

In einer Zeit, in der VR-Tech­nik und KI-gene­rier­te Bil­der neue Maß­stä­be set­zen, stellt sich die Fra­ge, ob Muse­en noch ech­te Tier­prä­pa­ra­te benö­ti­gen. Die­ser Fra­ge wid­met sich Jür­gen Fie­big, lang­jäh­ri­ger Prä­pa­ra­tor des Ber­li­ner Natur­kun­de­mu­se­ums, in einem öffent­li­chen Vor­trag am 10. Febru­ar 2026 im Rat­haus Hal­ber­stadt.

Ori­gi­nal statt Illu­si­on

Fie­big zeigt anhand ein­drucks­vol­ler Bil­der, war­um authen­ti­sche Expo­na­te trotz aller digi­ta­len Mög­lich­kei­ten unver­zicht­bar blei­ben. Denn wäh­rend digi­ta­le Medi­en etwa bei der Ani­ma­ti­on aus­ge­stor­be­ner Arten oder der Dar­stel­lung mikro­sko­pi­scher Pro­zes­se Vor­tei­le bie­ten, fehlt ihnen die emo­tio­na­le Kraft des Ori­gi­nals. Die unmit­tel­ba­re Begeg­nung mit einem rea­len Prä­pa­rat kann bei Besu­chen­den Ehr­furcht, Stau­nen und ein Gefühl der Prä­senz her­vor­ru­fen – Effek­te, die ein Bild­schirm­bild kaum erzeugt.

Hand­werk, Wis­sen­schaft und Kunst ver­eint

In sei­nem Vor­trag gibt Fie­big zudem Ein­bli­cke in die Wei­ter­ent­wick­lung der Prä­pa­ra­ti­ons­tech­ni­ken seit dem frü­hen 20. Jahr­hun­dert. Er beleuch­tet den Wan­del von Natu­ra­li­en­ka­bi­net­ten hin zu moder­nen For­schungs­mu­se­en und betont die Rol­le der Prä­pa­ra­to­rin­nen und Prä­pa­ra­to­ren als Gestal­ter und Bewah­rer. Ihre Arbeit kom­bi­niert ana­to­mi­sche Fach­kennt­nis, hand­werk­li­ches Kön­nen und künst­le­ri­sches Gespür. Ziel ist es, Tie­re so zu prä­pa­rie­ren, dass sie für das Publi­kum leben­dig wir­ken – nicht nur als Aus­stel­lungs­stück, son­dern als emo­tio­nal erfahr­ba­res Objekt.

Ein­tritt und Ver­an­stal­tungs­de­tails

Der Abend­vor­trag „Über die Bedeu­tung des Prä­pa­rats im Muse­um“ beginnt um 19 Uhr im Rats­saal des Rat­hau­ses Hal­ber­stadt. Der Ein­tritt beträgt 3 Euro, Mit­glie­der des För­der­krei­ses des Muse­ums für Vogel­kun­de Hei­ne­a­num erhal­ten frei­en Zutritt.

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