Ob ADHS-Selbsttests, mentale Gesundheit oder Schönheitsversprechen durch Nahrungsergänzung – in sozialen Netzwerken wie TikTok oder Instagram werden Gesundheitsthemen millionenfach geteilt. Doch nicht alles, was viral geht, ist auch medizinisch sinnvoll. Gunnar Mollenhauer von der IKK gesund plus bewertet aktuelle Trends und erklärt, worauf Nutzer achten sollten.
Diagnosen aus dem Netz: Chancen und Risiken
Laut Mollenhauer suchen viele Menschen auf Social Media nach Antworten auf persönliche Fragen – etwa zu psychischen Erkrankungen oder körperlichen Beschwerden. Positiv sei, dass Tabus abgebaut und erste Impulse gegeben würden. Kritisch werde es allerdings dann, wenn Einzelfälle verallgemeinert oder Fehlinformationen weit verbreitet würden.
Kollagenpulver gegen Falten?
Ein derzeit viel diskutierter Trend ist Kollagen als Nahrungsergänzung. Laut Mollenhauer ist der Nutzen bislang wissenschaftlich nicht belegt. Wer möchte, könne es ausprobieren – notwendig sei es nicht. Wichtiger seien eine eiweißreiche, ausgewogene Ernährung, ausreichend Flüssigkeit und bewährte Maßnahmen wie Sonnenschutz, Bewegung, ausreichend Schlaf sowie der Verzicht auf Rauchen und Alkohol.
Gesunde Skepsis empfohlen
Grundsätzlich empfiehlt Mollenhauer einen kritischen Blick auf Tipps und Trends in sozialen Netzwerken. Entscheidend sei, ob die Quelle fachlich qualifiziert ist, ob Produkte verkauft werden und ob seriöse Nachweise vorliegen. Soziale Medien könnten professionelle medizinische oder psychotherapeutische Beratung nicht ersetzen. Beschwerden sollten daher besser ärztlich abgeklärt werden.




























