Mit der offiziellen Übergabe des künstlerischen Nachlasses von Hans Auenmüller an das Stadtarchiv Halberstadt hat am 27. Januar ein bedeutendes Erinnerungsjahr begonnen. Der Komponist und Dirigent, der 2026 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, prägte über Jahrzehnte das musikalische Leben der Stadt.
Kulturelles Vermächtnis für die Stadt
Hans Auenmüller war seit 1954 am Theater Halberstadt tätig – zunächst als Chorleiter, später als Musikdirektor. Seine Arbeit, besonders mit Kindern und Jugendlichen, hat das kulturelle Profil der Stadt nachhaltig beeinflusst. Museumsleiterin Dr. Antje J. Gornig würdigte Auenmüller als prägende Persönlichkeit der Halberstädter Kunstgeschichte.
Bereits 1997 waren Teile des Nachlasses als Depositum übergeben worden. Mit einem Schenkungsvertrag im November 2025 übergab sein Sohn Michael Auenmüller nun den gesamten Bestand offiziell an das Stadtarchiv.
Start ins Auenmüller-Jahr 2026
Im Jubiläumsjahr wird das Werk Auenmüllers systematisch erschlossen und öffentlich zugänglich gemacht. Ehrenamtliche und Fachleute, darunter Silke Nuss vom Harztheater, begleiten den Prozess. Eine Ausstellung, Konzerte und Beiträge in Fachpublikationen würdigen das Lebenswerk des Künstlers.
Das Theater zeigt ab September 2026 eine Ausstellung im Foyer, am 1. November folgt die Halberstädter Erstaufführung von „Gebete aus der Arche“. Ein Festkonzert mit dem Bratschenkonzert Auenmüllers ist für den 13. November geplant. Der Theaterchor wird zudem Werke im Weihnachtskonzert aufführen.
Foto: Stadt Halberstadt / Jeannette Schroeder




























