Bei der zweiten Vesperkirche in der Schlosskirche in Osterode standen Begegnung, gemeinsames Essen und ein vielfältiges Kulturprogramm im Mittelpunkt. Drei Tage lang kamen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Altersgruppen und Konfessionen zusammen, um bei Nudelsuppe oder Baklava ins Gespräch zu kommen – ganz im Sinne des Mottos „Alle an einem Tisch“.
Osterodes Bürgermeister Jens Augat zeigte sich zum Auftakt beeindruckt vom lebendigen Miteinander, ebenso wie Superintendentin Ulrike Schimmelpfeng, die die verbindende Kraft der Kirche betonte. Beim gemeinsamen Mittagstisch wurden zahlreiche Gespräche geführt, ganz zwanglos und thematisch offen.
Vielfältiges Programm und musikalische Beiträge
Jeder Tag begann um 12 Uhr mit einem geistlichen Impuls, Liedern und einem kostenfreien Mittagessen, das am Tisch serviert wurde. Kulinarisch reichte das Angebot von Chili sin Carne bis zu Gemüsecurry. Im Anschluss sorgten Musikerinnen und Musiker aus der Region für Unterhaltung – darunter eine Trommelgruppe der Harz Weser Werke, der Jugendchor Osterode, der Popchor Offbeat sowie orientalische Klänge von Kassem Almasri. Auch spontane Tanzeinlagen gehörten dazu.
Raum für Begegnung und soziale Themen
Neben der musikalischen Vielfalt bot die Vesperkirche auch Raum für soziale Themen: Einrichtungen wie die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention, der SoVD Osterode und das LEB-Bildungszentrum stellten ihre Arbeit vor. Für Kinder gab es eigene Angebote wie Kuscheltier- und Puppentaufen. Zahlreiche Ehrenamtliche und gut abgestimmte Kooperationen trugen zum Gelingen der Veranstaltung bei.
Nachhaltige Wirkung über das Wochenende hinaus
Viele Gäste kamen an mehreren Tagen, einige schlossen neue Freundschaften oder feierten gemeinsam Geburtstage. Eine spontan entstandene Frauengruppe traf sich sogar täglich wieder. Insgesamt besuchten mehrere Hundert Menschen die Vesperkirche.
Auch der Präsident des Landeskirchenamtes in Hannover, Dr. Jens Lehmann, lobte die offene Atmosphäre. Pastor Jörg Uwe Pehle betonte zum Abschluss: Die Vesperkirche sei zwar vorbei, doch das Gefühl von Gemeinschaft und gegenseitigem Respekt werde bleiben – bis zur nächsten Vesperkirche im Jahr 2027.




























