Der Aufbau der neuen Dauerausstellung im Schlossmuseum auf dem Stiftsberg Quedlinburg schreitet voran. Aktuell beginnt die Phase der Exponatpräsentation, in der entschieden wird, wie historische Objekte künftig im Zusammenspiel von Raum, Licht und Perspektive wahrgenommen werden.
Im Mittelpunkt eines Pressetermins stand die geplante Bestückung einer Vitrine in einem der neuen Ausstellungsräume. Mithilfe einer Pappschablone wurde die Größe simuliert, um die Platzierung der Objekte vorab zu testen. Dabei erläuterten Museumsmitarbeitende und das beauftragte Team der Leipziger Firma Fißler & Kollegen die Kriterien für die Anordnung und Befestigung der Exponate. Ziel ist es, die Objekte möglichst frei im Raum wirken zu lassen – scheinbar schwebend und aus verschiedenen Blickwinkeln erlebbar. Jedes der über 300 Exponate erhält eine individuell abgestimmte Präsentationslösung.
Die Auswahl der ausgestellten Objekte fiel nicht leicht, da nur ein Teil der umfangreichen Sammlung gezeigt werden kann. In einer der Vitrinen sollen unter anderem ein sogenanntes Ofenlöwenköpfchen sowie Fundstücke aus einer Verfüllschicht im Residenzbau präsentiert werden. Diese stammen aus kostbaren Kachelöfen und hochwertigem Geschirr und geben Einblick in die einstige Ausstattung des Baus vor seiner Umgestaltung im frühen 18. Jahrhundert.
Auch andere Exponate wie barocke Flöten, Münzpunzen oder Schmucksteine werden vorbereitet. Sie spiegeln die Vielfalt der künftigen Ausstellung wider, die Themen wie Alltagskultur, Musikgeschichte sowie Herrschaft und Repräsentation verbindet.
Mit jeder Etappe wächst das neue Schlossmuseum zu einem Ort, der historische Substanz bewahrt und zugleich moderne Präsentationsformen nutzt.
Foto: Welterbestadt Quedlinburg




























