Anzeige

Wäh­ler­grup­pe for­dert Bür­ger­be­fra­gung zu Wind- und Solar­an­la­gen in Bad Lau­ter­berg

Die Wäh­ler­grup­pe im Rat (WgiR) for­dert eine Ein­woh­ner­be­fra­gung zu den geplan­ten Ände­run­gen des Flä­chen­nut­zungs­plans in Bad Lau­ter­berg. Hin­ter­grund ist die zuneh­men­de Kri­tik aus der Bevöl­ke­rung und den Orts­rä­ten an der Infor­ma­ti­ons­po­li­tik der Ver­wal­tung im Zusam­men­hang mit mög­li­chen neu­en Wind- und Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen.

In der Rats­sit­zung vom 18. Dezem­ber 2025 hat­ten zahl­rei­che Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ihren Unmut über die ihrer Ansicht nach über­has­te­te Vor­ge­hens­wei­se geäu­ßert. Vor allem das Vor­ge­hen ohne Ein­bin­dung der betrof­fe­nen Orts­rä­te Oster­ha­gen und Bar­tol­fel­de bei der 33. Ände­rung des Flä­chen­nut­zungs­plans stieß auf Unver­ständ­nis. Die WgiR war in den ent­spre­chen­den Gre­mi­en die ein­zi­ge Grup­pe, die die­sen Ände­run­gen nicht zuge­stimmt hat­te.

Kri­tik an Vor­ge­hen der Stadt­ver­wal­tung

Nach Ansicht der WgiR hät­te der Orts­rat Oster­ha­gen auf­grund der unmit­tel­ba­ren Nähe zu den geplan­ten Pho­to­vol­ta­ik­flä­chen ein Anrecht auf Betei­li­gung gehabt. Auch in Bar­tol­fel­de herr­sche Zurück­hal­tung, was die Abga­be einer Stel­lung­nah­me angeht – unter ande­rem wegen man­gel­haf­ter Infor­ma­ti­ons­wei­ter­ga­be.

Die WgiR kri­ti­siert ins­be­son­de­re das Ver­hal­ten des Bür­ger­meis­ters. Ange­sichts der Dimen­si­on der Pro­jek­te hät­te eine früh­zei­ti­ge, trans­pa­ren­te Infor­ma­ti­ons­po­li­tik erfol­gen müs­sen. Statt­des­sen sei­en die Ver­wal­tungs­vor­la­gen wenig aus­sa­ge­kräf­tig, und auch die Prä­sen­ta­ti­on eines Inves­tors in der Bau­aus­schuss­sit­zung rei­che nicht aus, um ein umfas­sen­des Bild zu ver­mit­teln.

Betei­li­gung der Bür­ger gefor­dert

Dass bei einer Info­ver­an­stal­tung nicht ein­mal voll­stän­di­ge Kar­ten vor­ge­legt wur­den, bewer­tet die WgiR als wei­te­ren Beleg für ein man­geln­des Enga­ge­ment der Ver­wal­tung. Bei Groß­pro­jek­ten die­ser Art dürf­ten Bür­ger­meis­ter und Ver­wal­tung sich nicht auf die ehren­amt­li­chen Orts­rä­te ver­las­sen, son­dern müss­ten selbst Initia­ti­ve zei­gen.

Vor die­sem Hin­ter­grund spricht sich die WgiR für eine Befra­gung der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aus. Ziel sei es, her­aus­zu­fin­den, ob über­haupt eine grund­sätz­li­che Bereit­schaft besteht, sol­che Anla­gen in der Umge­bung zu akzep­tie­ren – und das mög­lichst, bevor for­mel­le Ver­pflich­tun­gen ein­ge­gan­gen wer­den.

Zwei Wege für eine sol­che Befra­gung ste­hen laut WgiR zur Ver­fü­gung: Ent­we­der beschließt ein Orts­rat eine Befra­gung und beauf­tragt den Bür­ger­meis­ter mit der Durch­füh­rung. Oder der Stadt­rat bringt eine ent­spre­chen­de Initia­ti­ve auf den Weg, die dann aller­dings weni­ger lokal zuge­schnit­ten wäre.

Foto: Bernd Jackisch für WgiR

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige