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33. Lan­des­tag der Jun­gen Uni­on Sach­sen-Anhalt: Digi­ta­li­sie­rungs­of­fen­si­ve und Staats­re­form statt Büro­kra­tie­auf­wuchs

Mag­de­burg (red). Wäh­rend bei­spiels­wei­se die Esten längst mit ihrer Bür­ger­kar­te bequem vom Sofa aus ihre Behör­den­gän­ge erle­di­gen, irren die Deut­schen noch zwi­schen Amts­schal­tern umher. Damit soll jetzt Schluss sein! Die Jun­ge Uni­on Sach­sen-Anhalt for­dert die Lan­des- und Bun­des­re­gie­rung auf, end­lich auf­zu­wa­chen und eine Bür­ger­kar­te nach est­ni­schem Vor­bild ein­zu­füh­ren. Die Visi­on: Ein Chip für alles – Per­so­nal­aus­weis, Füh­rer­schein, Gesund­heits­kar­te und ja, sogar der Biblio­theks­aus­weis. Wer dann noch ins Amt muss, hat sich ver­mut­lich ver­lau­fen.

„Es kann nicht sein, dass wir in Deutsch­land schnel­ler ein Auto online mie­ten kön­nen, als unse­ren Wohn­sitz anzu­mel­den“, so die JU-Lan­des­vor­sit­zen­de, Anna Kreye. „Wir wol­len, dass die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger end­lich digi­tal, sicher und vor allem schnell ihre Anlie­gen erle­di­gen kön­nen. Der Gang zur Behör­de soll nur noch für Hei­rat und Schei­dung not­wen­dig sein.“

Kei­ne über­füll­ten Schreib­ti­sche mehr, kei­ne über­flüs­si­gen Beam­ten­stel­len – statt­des­sen Effi­zi­enz durch Digi­ta­li­sie­rung!

Auch beim Föde­ra­lis­mus will die Jun­ge Uni­on auf­räu­men. Schluss mit Kom­pe­tenz­strei­tig­kei­ten und Dop­pel­ar­beit! Kla­re Zustän­dig­kei­ten, eine enge Zusam­men­ar­beit zwi­schen Bund und Län­dern sowie die Ein­füh­rung eines koope­ra­ti­ven Föde­ra­lis­mus­mo­dells ste­hen ganz oben auf der Agen­da.

„Wir sind bereit, den Föde­ra­lis­mus neu zu den­ken und den Digi­ta­li­sie­rungs­stau zu been­den“, betont die Vor­sit­zen­de wei­ter. „Denn eins ist klar: Still­stand ist Rück­schritt, und den kön­nen wir uns in einer digi­ta­len Welt nicht leis­ten.“

Neben dem Leit­an­trag beschlos­sen die Dele­gier­ten eine Rei­he an Anträ­gen aus dem Bereich der Bil­dungs­po­li­tik. So for­dert die Jun­ge Uni­on die zustän­di­gen Minis­te­ri­en auf,  ver­pflich­ten­de KI-Fort­bil­dun­gen für Lehr­kräf­te ein­zu­füh­ren, um sie auf die Rea­li­tät der all­ge­gen­wär­ti­gen KI-Nut­zung durch ihre Schü­ler bes­ser vor­zu­be­rei­ten. Außer­dem soll durch eine Aus­wei­tung des ver­pflich­ten­den Sozi­al­kun­de­un­ter­richts auf eine Ver­bes­se­rung der poli­ti­schen Bil­dung der Schü­ler hin­ge­wirkt wer­den, die im Lich­te zuneh­men­den Extre­mis­mus genau­so gebo­ten scheint wie eine nach­hal­ti­ge Stär­kung der Medi­en­kom­pe­tenz.

Des Wei­te­ren for­dert die Jun­ge Uni­on Sach­sen-Anhalt im Bereich der Innen­po­li­tik, künf­tig tat­säch­lich kon­se­quent Abschie­bun­gen Aus­rei­se­pflich­ti­ger auch in Her­kunfts­län­der, die nicht als sicher ein­ge­stuft wer­den, durch­zu­set­zen, sowie flä­chen­de­cken­de Grenz­kon­trol­len zu ver­ste­ti­gen. Die eben­falls anwe­sen­de Lan­des­in­nen­mi­nis­te­rin Dr. Tama­ra Zieschang (CDU) unter­stütz­te vor allem letz­te­re For­de­rung, indem sie in der Debat­te unter brei­ter Zustim­mung der Dele­gier­ten die Not­wen­dig­keit von Grenz­kon­trol­len, Migra­ti­ons­ab­kom­men und kon­se­quen­ten Abschie­bun­gen beton­te.

Zu Gast beim Lan­des­tag waren außer­dem u. a. der Minis­ter­prä­si­dent, Dr. Rei­ner Hasel­off MdL (CDU), der Minis­ter für Wirt­schaft, Tou­ris­mus, Land­wirt­schaft und Fors­ten sowie CDU-Lan­des­vor­sit­zen­de, Sven Schul­ze, und der Kreis­vor­sit­zen­de der CDU Mag­de­burg, Tobi­as Krull MdL. Ins­ge­samt stell­te die Jun­ge Uni­on Sach­sen-Anhalt mit den beschrie­be­nen und vie­len wei­te­ren Beschlüs­sen die Wei­chen für die inhalt­li­che Arbeit der kom­men­den Mona­te, gera­de auch im Hin­blick auf die Bun­des­tags­wahl 2025 und die Land­tags­wahl 2026.

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