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Schutz vor Trick­be­trug und Ein­bli­cke in die Kri­sen­in­ter­ven­ti­on

Wie kön­nen sich älte­re Men­schen vor Trick­be­trug schüt­zen? Die­ser Fra­ge wid­me­te sich der Kreis­se­nio­ren­bei­rat des Land­krei­ses Gos­lar bei sei­ner ach­ten Dele­gier­ten­ver­samm­lung im Kreis­haus.

Die­ter Inert, ehe­ma­li­ger Kri­mi­nal­be­am­ter und heu­te Mit­glied des Prä­ven­ti­ons­teams der Poli­zei­in­spek­ti­on Gos­lar, klär­te anschau­lich über aktu­el­le Betrugs­ma­schen auf – von Haus­tür­tricks bis zu „Schock­an­ru­fen“. Die­se Form des Tele­fon­be­trugs hat inzwi­schen den klas­si­schen „Enkel­trick“ abge­löst. Dabei geben sich Täter etwa als Ver­wand­te oder Beam­te aus und for­dern unter Druck Geld­zah­lun­gen zur Abwen­dung angeb­li­cher Not­la­gen.

Inert stell­te klar: „Weder Poli­zei noch Staats­an­walt­schaft for­dern jemals spon­ta­ne Geld­über­ga­ben.“ Sein Rat: Im Zwei­fel immer die Not­ruf­num­mer 110 wäh­len. Auch beim Haus­tür­be­trug gel­te: Nie­mand darf ohne Zustim­mung der Bewoh­ner Zugang zur Woh­nung erhal­ten – auch kei­ne Uni­for­mier­ten, sofern kei­ne aku­te Gefahr vor­liegt.

Kri­sen­in­ter­ven­ti­ons­team stellt Arbeit vor

Neben der Betrugs­prä­ven­ti­on stand auch die psy­cho­so­zia­le Not­fall­ver­sor­gung auf der Tages­ord­nung. Mit­glie­der des Kri­sen­in­ter­ven­ti­ons­teams (KIT) Gos­lar stell­ten ihre Arbeit vor. Das Team beglei­tet Men­schen, die plötz­lich mit dem Tod nahe­ste­hen­der Per­so­nen oder belas­ten­den Unglü­cken kon­fron­tiert wer­den – etwa nach Ver­kehrs­un­fäl­len oder Sui­zi­den.

Das KIT, das seit 2014 besteht, ver­zeich­ne­te zuletzt rund 250 Ein­sät­ze jähr­lich. Die ehren­amt­li­chen Mit­glie­der durch­lau­fen eine sie­ben­mo­na­ti­ge Aus­bil­dung sowie ein Aus­wahl­ver­fah­ren. Aktu­ell umfasst das Team 26 Per­so­nen.

Bilanz und Aus­blick der Senio­ren­ar­beit

Vor­sit­zen­der Wolf­gang Kres­se blick­te im Jah­res­be­richt auf zahl­rei­che Akti­vi­tä­ten zurück, dar­un­ter die Teil­nah­me an der Gos­la­rer Senio­ren­wo­che, einen Info­stand auf dem Jako­bi­kirch­hof sowie das Pro­jekt „Aktiv am Küchen­tisch“. Für das kom­men­de Jahr ist ein Akti­ons­tag unter dem Mot­to „Fit am Steu­er“ am 24. Juni im Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus Har­lin­ge­ro­de geplant.

Sat­zungs­än­de­run­gen beschlos­sen

Abschlie­ßend stimm­ten die Dele­gier­ten meh­re­ren Sat­zungs­än­de­run­gen zu. So wird künf­tig ein bera­ten­des Mit­glied in den Aus­schuss für Bau­en und Umwelt ent­sandt. Zudem wur­de das Bud­get des Bei­ra­tes von 1.000 auf 3.000 Euro erhöht. Auch Anpas­sun­gen zur Wahl­ord­nung fan­den mehr­heit­lich Zustim­mung.


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