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Tier­schutz­be­ding­te Keu­lung von Puten in Velt­heim – kei­ne Geflü­gel­pest

In einem Geflü­gel­mast­be­trieb in Velt­heim wur­den am 22. Novem­ber rund 1100 Puten getö­tet. Wie Amts­tier­arzt Dr. Rai­ner Mie­thig mit­teil­te, war nicht die Geflü­gel­pest Aus­lö­ser der Maß­nah­me, son­dern ein Tier­schutz­pro­blem auf­grund eines ver­un­rei­nig­ten Fut­ter­mit­tels. Das Fut­ter war mit einem unge­eig­ne­ten Arz­nei­mit­tel belas­tet und führ­te in einem von fünf Stäl­len zu einem mas­si­ven Ver­en­den der Tie­re.

Seit Mon­tag waren in einem Stall mit etwa 3000 Tie­ren ver­mehrt Todes­fäl­le auf­ge­tre­ten, wäh­rend in den ande­ren Stäl­len kei­ne Auf­fäl­lig­kei­ten fest­ge­stellt wur­den. Schnell­tests am Diens­tag schlos­sen das Vogel­grip­pe-Virus als Ursa­che aus. Eine umfas­sen­de Unter­su­chung aller Stäl­le bestä­tig­te schließ­lich ein Fut­ter­mit­tel­pro­blem.

„In dem betrof­fe­nen Stall ver­en­de­te etwa jede drit­te Pute inner­halb von 100 Stun­den“, erklär­te Dr. Mie­thig. Um den lei­den­den und nicht mehr trans­port­fä­hi­gen Tie­ren wei­te­res Lei­den zu erspa­ren, wur­de auf eine Not­schlach­tung im Schlacht­hof ver­zich­tet. Statt­des­sen erfolg­te die Tötung der Tie­re direkt im Stall durch eine CO₂-Bega­sung.

Neben Tier­ärz­ten des Kreis­ve­te­ri­när­amts waren auch Fach­kräf­te des Lan­des­amts für Ver­brau­cher­schutz sowie rund 50 Ein­satz­kräf­te im Ein­satz. Der Kata­stro­phen­schutz des Land­krei­ses Harz unter­stütz­te unter ande­rem mit einem Ein­satz­leit­wa­gen, einem Dekon-Zug, einem Mess­zug und Logis­tik­diens­ten.

Foto: Land­kreis Harz / Feu­er­weh­ren

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