„Spielzeug habe ich genug“, sagt die zehnjährige Selma – und entscheidet sich zu ihrem Geburtstag bewusst gegen Geschenke. Stattdessen bittet sie ihre Gäste um Geldspenden, nicht für sich, sondern für die Osteroder Tafel. Die Idee stößt auf breite Zustimmung, und so kommen am Ende 150 Euro zusammen, die Selma an Luise Schrader von der Tafel überreichen kann.
Den Geburtstag selbst feierte sie gemeinsam mit Familie und Freunden beim Bowling – ein Erlebnis, das nicht für alle Kinder selbstverständlich ist. In der Grundschule Röddenberg hatte Selma im Rahmen eines Projekts zu den „17 Global Goals“ der Vereinten Nationen erfahren, dass es auch in Deutschland viele Familien gibt, denen solche Ausflüge finanziell nicht möglich sind.
Frühes Engagement mit klarer Haltung
Selma weiß, dass es ihr gut geht – dank ihrer Familie und ihrer älteren Brüder, wie sie sagt. Und sie will etwas zurückgeben. Die Osteroder Tafel ist nicht die erste Einrichtung, die sie unterstützt. Auch das Tierheim und eine Vogelstation hat sie bereits bedacht.
Vor Ort erfuhr sie von Luise Schrader mehr über die Arbeitsweise der Tafel: Ehrenamtliche holen überschüssige Lebensmittel aus Supermärkten, sortieren sie und geben sie an bedürftige Menschen weiter. Dadurch können viele Familien trotz knapper Mittel ausgewogener essen – und zugleich wird Lebensmittelverschwendung reduziert. Ein Ansatz, der gleich mehrfach zur Nachhaltigkeit beiträgt. Für Selma nichts Neues, aber dennoch spannend, es direkt vor Ort zu erleben.
Ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit
Die Osteroder Tafel zeigt sich dankbar für jede Spende – besonders, wenn Kinder wie Selma den Gedanken einer gerechteren Verteilung nicht nur verstehen, sondern aktiv mitgestalten. Ihr Einsatz ist ein eindrucksvolles Zeichen dafür, dass auch kleine Beiträge Großes bewirken können.



























