Traditionell am letzten Samstag im April fiel auch in diesem Jahr der Startschuss zur 45. Harzquerung im Salzbergtal von Wernigerode. Die traditionsreiche Lauf- und Wanderveranstaltung erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit – und stellte dies eindrucksvoll unter Beweis: Insgesamt 1300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollten an den Start. Bereits nach 15 Tagen waren alle Startplätze vergeben, sehr zur Freude des Ski-Klubs Wernigerode als Veranstalter.
Die Bedingungen am Morgen hatten es in sich: Bei nur 1,5 Grad um 5:00 Uhr machten sich zunächst die Wanderer auf den Weg. Im Laufe des Tages entwickelte sich jedoch ideales, teils ungewohnt warmes Laufwetter mit 10 bis 15 Grad und Sonnenschein, was für beste Stimmung entlang der Strecken sorgte.
Gelaufen wurde erneut auf der vor drei Jahren angepassten Streckenführung, die sich inzwischen etabliert hat. Dabei standen folgende Distanzen zur Auswahl:
• 53 Kilometer: Wernigerode – Nordhausen
• 26 Kilometer: Wernigerode – Benneckenstein
• 30 Kilometer: Benneckenstein – Nordhausen
Pünktlich um 8:30 Uhr wurden die Läuferinnen und Läufer auf die lange Strecke geschickt. Im Zielbereich in Nordhausen warteten zahlreiche Zuschauer sowie die Organisatoren, um die Leistungen gebührend zu feiern.
Rekorde auf der Königsdistanz
Auf der 53-Kilometer-Strecke wurden in diesem Jahr neue Maßstäbe gesetzt:
Bei den Männern siegte Marcel Höche (Adidas) in herausragenden 3:46:02 Stunden und stellte damit einen neuen Streckenrekord auf. Auf den Plätzen folgten Daniel Claus (BSG Chemie Leipzig Laufgruppe / 3:55:29) und Moritz Albrecht (Turbine Halle / 4:00:48).
Auch bei den Frauen fiel der Streckenrekord: Ann-Kathrin Deubner aus Hermdorf gewann in 4:46:55 Stunden und sicherte sich ebenfalls eine neue Bestmarke. Dahinter platzierten sich Yvonne Walther (SV Sömmerda / 5:16:34) und Maiken Liß (Hamburg Running / 5:17:59).
Spannende Rennen auf den weiteren Distanzen
Über die 30 Kilometer setzte sich bei den Männern Michel Fräsdorf (SV Hasselfelde) in 2:16:11 durch. Es folgten Sebastian Meißner (NSV Wernigerode / 2:20:47) und Christian Dörheit (Crossroadrunner Hamburg / 2:25:29).
Bei den Frauen gewann Anja Kossak (Blankenburger Wadenqual) in starken 2:46:16 vor Claudia Bonde (Brockenlaufverein / 2:51:45) und Daniela Hühold (2:58:43).
Auf der 26-Kilometer-Strecke siegte Albert Engelmann (WSV Clausthal-Zellerfeld) in 1:57:32. Platz zwei ging an Manuel Eichhorn (NSV Wernigerode / 2:04:20), gefolgt vom Wernigeröder Guido Cabak (2:07:20).
Bei den Frauen gewann Mandy Giesecke (Harz-Gebirgslauf 1978 e.V.) in 2:11:06 vor Sarah Hashagen (Team Seibt / 2:19:23) und Diana Thormeier (Harz Ultra Running Team), die ganz knapp dahinter auf Platz drei in 2:19:36 ins Ziel kam.
Am Ende konnten sich 1056 Finisher in die Ergebnislisten eintragen, was die hohe Leistungsdichte und Ausdauer der Teilnehmenden eindrucksvoll widerspiegel
Einsatzkräfte gefordert – aber alles unter Kontrolle
Die medizinische Betreuung übernahm erneut die DLRG Wernigerode. Aufgrund der für die Jahreszeit vergleichsweise warmen Temperaturen im Tagesverlauf kam es zu mehreren Einsätzen, die jedoch professionell abgearbeitet werden konnten. Schwere Zwischenfälle blieben glücklicherweise aus.
Erfolgreiche Veranstaltung mit Herz für die Natur
Neben den sportlichen Erfolgen stand auch wieder der Naturschutz im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden sammelten über 2500 Euro Spenden für das Aufforstungsprojekt „HarzQuerungsWald“, das gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald umgesetzt wird.
Die 45. Harzquerung bestätigte eindrucksvoll ihren Ruf als eine der beliebtesten Laufveranstaltungen der Region – mit steigender Nachfrage, starken Leistungen und einer rundum gelungenen Organisation.
Text :Lukas
Bild : Lara Schmidt





























