2,6 Mil­lio­nen Euro für neu­es Bür­ger­haus im Schach­dorf Strö­beck

Nach mehr­jäh­ri­ger Pla­nung und umfang­rei­chen Bau­ar­bei­ten ist das sanier­te Bür­ger­haus im Schach­dorf Strö­beck fei­er­lich über­ge­ben wor­den. Rund 2,59 Mil­lio­nen Euro wur­den in das Gebäu­de inves­tiert, das künf­tig als Treff­punkt für Ver­ei­ne, Ehren­amt und die Dorf­ge­mein­schaft die­nen soll.

Die Über­ga­be fand am Frei­tag, 21. August, gemein­sam mit Staats­se­kre­tä­rin Ste­fa­nie Pötzsch, Hal­ber­stadts Ober­bür­ger­meis­ter Dani­el Sza­ra­ta, Orts­bür­ger­meis­ter Jens Mül­ler sowie Ver­tre­tern aus Poli­tik, Ver­wal­tung, Pla­nung und Bau statt.

Sanie­rung brach­te uner­war­te­te Her­aus­for­de­run­gen

Der För­der­an­trag für das Vor­ha­ben war bereits im Novem­ber 2019 gestellt wor­den. Im Dezem­ber 2020 folg­te die Bewil­li­gung. Über das Pro­gramm Inves­ti­ti­ons­pakt Sozia­le Inte­gra­ti­on im Quar­tier wur­den rund 1,8 Mil­lio­nen Euro För­der­mit­tel bereit­ge­stellt. Davon kamen knapp 1,5 Mil­lio­nen Euro vom Bund und rund 299.000 Euro vom Land Sach­sen-Anhalt.

Die Bau­ar­bei­ten began­nen im Febru­ar 2024. Wäh­rend der Sanie­rung zeig­te sich jedoch, dass deut­lich mehr Arbei­ten not­wen­dig waren als zunächst ange­nom­men. Der ursprüng­li­che Saal muss­te wegen sta­ti­scher und holz­schutz­tech­ni­scher Pro­ble­me abge­ris­sen wer­den. Zudem stell­te sich her­aus, dass das Gebäu­de kei­ne Fun­da­men­te hat­te. Wän­de muss­ten des­halb unter­fan­gen und die Erd­ge­schoss­de­cke voll­stän­dig erneu­ert wer­den.

Auch der denk­mal­ge­schütz­te Gewöl­be­kel­ler stell­te die Pla­ner vor beson­de­re Her­aus­for­de­run­gen. Weil eine her­kömm­li­che Unter­fan­gung nicht mög­lich war, muss­te der Ost­gie­bel erneu­ert wer­den. 2025 bestä­tig­te der Haupt­aus­schuss zusätz­li­che Kos­ten von 390.000 Euro. Hin­zu kamen 203.000 Euro aus einer Ver­si­che­rungs­ent­schä­di­gung nach dem Brand des Schach­mu­se­ums.

Dorf­ge­mein­schaft soll Räu­me mit­ge­stal­ten

Das Bür­ger­haus soll künf­tig von den Ein­woh­nern Strö­becks mit­ge­stal­tet wer­den. Eini­ge Arbei­ten und die wei­te­re Aus­ge­stal­tung der Räu­me sind bewusst als gemein­schaft­li­che Auf­ga­be vor­ge­se­hen.

Auch bei den Namen der Räu­me ist die Bevöl­ke­rung gefragt. Am 6. Sep­tem­ber sol­len im Rah­men der Land­tags­wahl Vor­schlä­ge gesam­melt wer­den.

Die end­gül­ti­ge Über­ga­be an die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ist für den 12. Sep­tem­ber vor­ge­se­hen. Dann soll der sym­bo­li­sche Schlüs­sel, der zunächst vom Archi­tek­tur­bü­ro an Ober­bür­ger­meis­ter Dani­el Sza­ra­ta, anschlie­ßend an Orts­bür­ger­meis­ter Jens Mül­ler und schließ­lich an Ver­tre­te­rin­nen des Lebend­schach­ensem­bles wei­ter­ge­reicht wur­de, an die Dorf­ge­mein­schaft über­ge­ben wer­den.

För­de­rung für neu­es Schach­mu­se­um ange­kün­digt

Direkt neben dem Bür­ger­haus soll künf­tig ein neu­es Schach­mu­se­um ent­ste­hen. Das frü­he­re Muse­um war durch einen Brand zer­stört wor­den. Staats­se­kre­tä­rin Ste­fa­nie Pötzsch kün­dig­te bei der Über­ga­be an, dass das Land das Vor­ha­ben mit För­der­mit­teln unter­stüt­zen will. Vor­aus­set­zung ist noch die Frei­ga­be der not­wen­di­gen Mit­tel durch das Finanz­mi­nis­te­ri­um.

Das geplan­te Muse­um soll die jahr­hun­der­te­al­te Schach­tra­di­ti­on Strö­becks bewah­ren und zugleich die tou­ris­ti­sche Bedeu­tung des Ortes stär­ken.

Foto: Stadt Halberstadt/Jeannette Schroe­der

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