Nach mehrjähriger Pause hat die Evangelische Stiftung Neinstedt wieder zu einem Jahresempfang eingeladen. Rund 130 Gäste aus Politik, Kirche, Wirtschaft, Sozialwesen und Gesellschaft kamen am 20. November zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen. Auch Vertreterinnen und Vertreter des Bewohner- und Werkstattbeirats waren dabei.
Als Gastrednerin sprach Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt. Sie betonte in ihrem Impulsreferat die Notwendigkeit, den Sozialstaat auch in angespannten Zeiten zukunftsfest zu gestalten. Gefordert seien Entbürokratisierung und gesellschaftlicher Zusammenhalt – über politische Debatten hinaus.
Ronny Rösler, Pädagogisch-Diakonischer Vorstand, verwies auf die aktuelle Diskussion über die Finanzierung der Eingliederungshilfe in Sachsen-Anhalt. Er betonte die Bedeutung konstruktiver Auseinandersetzungen für gesellschaftlichen Fortschritt. Stephan Zwick, Kaufmännischer Vorstand, gab einen Einblick in die Entwicklung der Stiftung in den vergangenen zwölf Jahren. Die Zahl der Mitarbeitenden stieg auf knapp 1.600, der Jahresumsatz auf rund 85 Millionen Euro. Besonders hob er den Ausbau der Bereiche Kinder- und Jugendhilfe, Seniorenarbeit und Gesundheit hervor. Zahlreiche Projekte wurden mit Landesmitteln, etwa aus dem Corona-Sondervermögen, gefördert.
Für den musikalischen Rahmen sorgte die inklusive Band HarzAttack, die sich in diesem Jahr gegründet hat.
Die Stiftung kündigte an, den Jahresempfang künftig wieder regelmäßig durchzuführen.



























